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Das war’s also. In den letzten Wochen sind viele der wählbaren – weil intelligenten, souveränen und professionellen – Mitglieder der Piratenpartei ausgetreten, z.B. Christopher Lauer und Anke Domscheit-Berg.

Gemeinsame Ziele: der ehemalige politische Geschäftsführer der Piraten Johannes Ponader und Anke Domscheit-Berg

Gemeinsame Ziele: der ehemalige politische Geschäftsführer der Piraten, Johannes Ponader und Anke Domscheit-Berg

Nun hat auch Martin Kliehm, der für die Piraten im Frankfurter Stadtparlament sitzt und dort den Fraktionsvorsitz der ELF-Piraten inne hat, hingeworfen. (Link zum Artikel “Pirat ohne Partei” in der FR). Davor ist bereits Thorsten Wirth, ehemaliger Bundesvorstand der Piraten und Mitarbeiter in der ELF-Fraktion ausgetreten. Herbert Förster, der bei der letzten Frankfurter OB-Wahl für die Piraten kandidierte und offenbar dem “konservativen” Flügel der Partei angehört, ist jetzt der einzige Pirat in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung.

Die drei Stadtverordneten der ELF Piraten-Fraktion, zu der neben Kliehm und Förster noch Luigi Brillante von der Europa Liste gehört, werden sicher versuchen, weiter zusammenzuarbeiten, da eine Fraktion aus mindestens drei Mitgliedern bestehen muss und der Verlust des Fraktionsstatus nicht nur finanzielle Folgen hat, sondern auch die Stimmrechte stark einschränkt.

Martin Kliehm, der für seine Arbeit im Stadtparlament breite Anerkennung erfährt, sucht indes eine neue politische Heimat. Die Linke hat bereits die Leine ausgeworfen: So twitterte Hermann Schaus, der für die Linken im Hessischen Landtag sitzt:

“Ex #Piraten denen soziale Gerechtigkeit, Buergerrechte und Frieden wichtig sind, waeren in der #LINKE gut aufgehoben!”

Her mit dem Piano!

Die Frankfurter Zeil ist ja vor allem als einer der Top Ten unter den Migräneauslösern bekannt. Um so mehr war ich erstaunt, als mich gestern an der Hauptwache Klaviermusik empfing. Die unterschiedlichsten Töne sind jede Woche auf der Zeil zu hören: 18-köpfige südamerikanische Trommlerbands, der verrückte Geiger, rappende Jugendliche vor lauten Ghettoblastern. Aber Klavier nicht. Bei dieser Musik vergisst der Mensch doch prompt das Konsumieren, hört zu und genießt. Das darf man vielleicht in Düsseldorf, Dresden und Hannover – aber in Frankfurt? Nein. Den verantwortlichen Sachbearbeiter im Frankfurter Verkehrsdezernat erinnert so ein Klavier wegen der Ausmaße eher an eine Bratwurstbude: “Und so was wollen wir nicht mehr auf der Zeil!”

Bevor wir jetzt aber mit Behördenschelte beginnen, schauen wir uns lieber das Video von Schmitts Auftritt in Dresden an und vertrauen auf die heilende Kraft des Kommunalparlaments. Vielleicht wäre das Verbot ja eine kleine Anfrage in der Fragestunde der nächsten Stadtverordnetenversammlung wert.

(Mehr zu Arne Schmitt hier: http://arne-schmitt.com/media/videos/)

Blockupy Demo 1-6-13 / Foto: Carmen Treulieb

Das Senckenberg-Museum hatte am Mittwoch Angelika Zahrnt eingeladen, die im vollbesetzten Hörsaal des Biodiversität- und Klima-Forschungszentrums in Frankfurt zum Thema: “Was kommt nach dem Wachstum? – Wege in eine Postwachstumsgesellschaft” sprach. Angelika Zahrnt hat gemeinsam mit Irma Seidl das Buch “Postwachstumsgesellschaft” herausgegeben und ist Initiatorin des gleichnamigen Blogs, der über den aktuellen Diskussionsstand der Degrowth-Bewegung informiert (Link zum Blog Postwachstum).

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Heute vormittag hat die Jury die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2014 bekannt gegeben. Die sechs nominierten Autoren sind Thomas Hettche, Angelika Klüssendorf, Gertrud Leutenegger, Thomas Melle, Lutz Seiler und Heinrich Steinfest. Für die Hälfte der Autoren ist es keine Premiere: Hettche wurde bereits 2006 und 2010 nominiert, Klüssendorf und Melle waren schon 2011 auf der Auswahlliste des jährlich ausgelobten Preises, der erstmals 2005 vergeben wurde – jeweils zu Beginn der Frankfurter Buchmesse.

Nach Lektüre der Longlist-Leseproben ist mein Interesse außerdem an Ulrike Draesner und ihrem Roman “Sieben Sprünge vom Rand der Welt” geweckt. Ich freue mich darauf, von einigen der nominierten Autoren während der Frankfurter Buchmesse Lesungen zu besuchen.

Freiheit statt Angst 2014

Waren es wirklich nur 6.500 Leute bei der gestrigen Freiheit statt Angst-Demo? Ich hätte auf über 10.000 Menschen getippt. Es hat sich gelohnt, nur für die Demo von Frankfurt nach Berlin zu fahren, auch wenn es arg anstrengend war. Auf der Seite Freiheit statt Angst sind bereits alle gestern gehaltenen Reden veröffentlicht, so dass ich es bei meinen fotografischen Eindrücken belasse: Weiterlesen »

Das Hedwig Woermann-Projekt

Meine Sommerreise führte mich in diesem Jahr auf die Halbinsel Fischland-Darß, wo ich mich nicht nur umgehend in die Landschaft verliebte (ich berichtete), sondern auch einige Galerien und Museen besuchte, in denen Bilder von Künstlerinnen aus der Künstlerkolonie Ahrenshoop ausgestellt waren.

Besonders berührte mich die Lebensgeschichte von Hedwig Woermann (verheiratet Jaenichen-Woermann). 1879 als Tochter des Reeders und Kolonialisten Adolph Woermann geboren, führte sie bis zum ersten Weltkrieg ein freies und selbstbestimmtes Leben, studierte in Paris, arbeitete in Rom und bereiste später mit ihrem Mann Johann Jaenichen Afrika, Asien und Südamerika. 1919 kaufte sie das Storchenhaus in Wustrow, wo sie ab 1936 dauerhaft lebten. 1945 beging sie mit ihrem Mann Suizid, aber Hedwig Woermann überlebte und blieb in der Fischland-Gemeinde Wustrow, wo sie 1960 verarmt starb. Weiterlesen »

Warum ich nach Berlin fahre: Weil die GroKodile wissen sollen, dass mir meine freiheitlichen Grundrechte wichtig sind.

So schön wie hier in Frankfurt kann es auch in Berlin werden, wenn alle kommen:

http://freiheitstattangst.de/

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