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“Wenn es bei dieser Handvoll Leute bleibt, latsch ich nicht übers Feld bis zum Dagger-Komplex”, moserte R. als wir in Griesheim ankamen. Es wurden dann aber doch 150 bis 200 Leute, die unter gleißender Sonne bis zum NSA-Stützpunkt wanderten:

Am nächsten Samstag, dem 26.7.2014, gehen Menschen in vielen deutschen Städten auf die Straße und demonstrieren gegen Überwachung. BürgerInnen im Rhein-Main-Gebiet, die für das Recht auf Privatsphäre und Datenschutz demonstrieren wollen, fahren nach Griesheim zum NSA Stützpunkt Dagger Komplex. (Infos hier).

Wer noch nicht ganz sicher ist, ob er einen Badetag für den Kampf um seine Grundrechte opfern will, möge sich das kurze Video ansehen:

Am Telefon ist eine fremde Frau: Bei ihr in der Wohngemeinschaft lebe T., den würde ich doch kennen? Ja, sage ich, ich habe aber keinen Kontakt mehr mit ihm. Sie habe Listen in seinem Zimmer gefunden mit Namen drauf und verschiedenen Symbolen. Sie habe daraufhin einige Leute angerufen, auch meinen Namen habe sie im Telefonbuch gefunden. Ober ich mir die Liste anschauen wolle?

Okay, ein paar Tage später fahre ich nach Bornheim und betrete das Haus, das mir die Frau am Telefon genannt hatte. Es ist ein heruntergekommener Altbau, das Treppengelände locker, die Wohnung ist im vierten Stock. Die Tür wird mir von einer leicht überdrehten Frau in den Dreißigern geöffnet, sie zeigt mir T.s kleines WG-Zimmer, dann gehen wir in die Küche, wo sie mir eine Kopie der “Liste” zeigt. Tatsächlich, die DinA 4-Seite enthält viele Namen, einige kenne ich, es sind Verbindungslinien gezogen, neben meinem Namen ist ein Judenstern. Der Name der Wohnungsbesitzerin, die mir die Liste zeigt, ist mit dem Wörtchen “blöd” verziert. Fast muss ich lachen. Weiterlesen »

Einmal ist keinmal

sagt der Volksmund. Was hat es demnach zu bedeuten, dass im Zusammenhang mit der Massenausspähung der NSA das kleine Wörtchen “mal” in den Stellungnahmen führender Politiker gehäuft auftritt:

“Jetzt reicht’s auch einmal” (Bundespräsident Gauck, 5.7.2014) / “Es muss jetzt auch mal gut sein” und “Darauf muss jetzt auch mal reagiert werden” (Innenminister De Maiziere, 10.7.2014) Weiterlesen »

WM-Sedierte aufwachen!

Kleiner Test fürs Fußballvolk: Welche Mannschaft spielt nicht im Halbfinale:

Christopher Lauer hat gestern beim Parteitag in Halle den Piraten die Leviten gelesen. Die Tatsache, dass es keinerlei Aussprache über den bundesweiten Misserfolg der Piraten und den Erfolg der Berliner Piraten gäbe, zeige, was für eine apolitische Veranstaltung dieser Parteitag sei und “wes Geistes Kind ihr seid. Sowas traut sich noch nicht mal die AFD.”

Lauers Kandidatur zum politischen Geschäftsführer, die von einer fulminanten Rede befeuert wurde, kam schließlich aus formalen Gründen nicht zustande. Gewählt wurde stattdessen Kristos Thingilouthis, Vorsitzender des Piraten-Landesverbands Hessen. Bei der Befragung über seine bisherige politische Arbeit fiel dem ehemaligen FDP-Mitglied außer einem Fracking-Antrag, an dem er “mal mitgearbeitet” habe, nicht allzu viel ein. Weiterlesen »

Bonames ist ein Stadtteil im Frankfurter Norden, der in den letzen Jahren immer wieder bundesweit Aufsehen erregt hat. Die als “U-Bahn-Schläger” bekannt gewordenen männlichen Jugendlichen aus der Hochhaussiedlung von Bonames und dem angrenzenden Nieder-Eschbach hatten 2008 dafür gesorgt, dass der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch seinen Wahlkampf ganz auf das Thema Jugendkriminalität ausrichtete. (Was der CDU allerdings nicht bekam, sie verlor bei der Wahl 12 Prozent). Auch Anfang April diesen Jahres gab es Schlagzeilen aus dem Viertel: Es war in der Siedlung zu einer tödlichen Schießerei zwischen Anhängern der Rockerszene und Drogendealern gekommen. Trotzdem leben viele Menschen gerne in Bonames. Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann ist hier groß geworden und hat als junger Sozialarbeiter im Jugendhaus in Bonames gearbeitet. Weiterlesen »

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