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Blockupy-Demo am 22.11.2014

Wer fremde Umzugskisten schleppt, hat sich normalerweise nicht rechtzeitig eine Ausrede einfallen lassen. Das war heute anders. Die Menschen, die an diesem kalten Wintertag der EZB bei der Vorbereitung ihres Umzug halfen, sind einfach nur froh, wenn “der Scheiß wegkommt”. Und so machten sich ca. 3.000 Leute an der Frankfurter Paulskirche auf, um gemeinsam zum 1,3 Milliarden Euro teuren EZB-Neubau im Ostend zu spazieren. Und wieder einmal zeigte sich: Wir können alle Grenzen überwinden.

Zur weiteren Information empfehle ich “Blockupy: 3000 Teilnehmer_innen bei Umzugsaktion zur EZB” auf der attac-Webseite.

Und schaut Euch dieses tolle Video an

Blockupy Festival in Frankfurt

Mein einziger Termin in dieser Woche, den man mit Blockupy assozieren kann, war das gestrige Konzert von Konstantin Wecker in der Alten Oper. Immerhin bin ich bei “Empört Euch” nach vorne gestürmt und habe mitgesungen ;-)

Aber dabei muss es ja nicht bleiben: Beim Frankfurter Blockupy-Festival – „#talk #dance #act – Runter vom Balkon!” wird noch bis Sonntag diskutiert und gefeiert.

“Jetzt, nach dem europaweiten „May of Solidarity“ und vor der EZB-Blockade im Frühjahr, ist die richtige Zeit: Wir werden diskutieren, unsere Kämpfe bündeln und Pläne schmieden. Wir werden uns auch bei Musik, beim Bier und beim Film begegnen. Und wir werden natürlich dahin gehen, wo wir den Normalbetrieb stören: auf die Straße und über die Zäune.” (zitiert von der Webseite “Blockupy – Resistance in the Heart of the European Crisis Regime”. Das vollständige Programm zum Festival findet Ihr hier: Klick)

Wir sehen uns spätestens am Samstag auf dem Paulsplatz um 14 Uhr!

ES begab sich aber eines Tages, dass die Menschen aus dem Frankfurter Norden, die täglich mit der S 6 nach Frankfurt und wieder zurück fuhren, für die jahrelangen Verspätungen der Bahn, die sie viel, viel Lebenszeit gekostet hatte, belohnt wurden: Eines kalten Winterabends, nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag stiegen die braven Menschen in Berkersheim am Bahnhof aus. Hier wunderten sie sich, dass weder Brücke noch Bahnunterführung ihnen den Weg über die Gleise nach Hause in ihre warmen Wohnungen wies. Da erschien ihnen ein älterer Herr mit grauem Haar und schelmigem Blick und rief: Auf, auf, die ihr keine Radfahrer und Automobilisten seid: Fliegt! Weiterlesen »

Wenn stimmt, was die Frankfurter Rundschau heute schreibt, dass der Liedermacher zu einer Schriftführerin im Bundestag gesagt hat: “Ich erkenne an ihrem Gesicht, dass sie von der Linkspartei sind”, dann kann man diese Frage wohl mit Ja beantworten. (Link zum FR-Artikel vom 10.11.14 “Wolf Biermann und der Bundestag” von Daniela Vates)

Ich habe Wolf Biermann zum ersten Mal Mitte/Ende der 80er Jahre in Frankfurt gesehen, gut 10 Jahre nach seiner Ausbürgerung aus der DDR. Seine Lieder, von denen einige von erotischen Erntehelferinnen aus dem Osten handelten, erschienen mir als junger Feministin unerträglich. Überdeutlich war damals schon, dass sein politisches Weltbild sich einzig aus dem Trauma der Nichtanerkennung und der Ausbürgerung aus der DDR speist. Weiterlesen »

Das Wichtigste zuerst: Richter Peter Alexander Pulch vom Amtsgericht Frankfurt hat den angeklagten Polizisten Matthew S. wegen Körperverletzung im Amt zu 120 Tagessätzen á 70 Euro verurteilt.

Derege Wevelsiep hatte vor zwei Jahren Anzeige gegen die Polizei erstattet, weil er im Rahmen einer Personenüberprüfung gefesselt und geschlagen wurde. Sein Anwalt zeigte sich heute nachmittag mit dem Urteil zufrieden: Das Gericht habe mit diesem Urteil die Polizeigewalt gegen seinen Mandanten bestätigt. (Bericht des 1. Prozesstages hier)

Vernommen wurden heute ein Polizist, der am Abend in der Leitstelle Dienst hatte, zwei Ärzte des Katharinen-Krankenhauses, die Derege Wevelsiep nach dem Vorfall drei Tage stationär behandelt hatten, der Sanitäter, der am Abend in die Wohnung Wevelsieps gerufen wurde und die vier Kontrolleure, die das ganze Geschehen ausgelöst hatten. Weiterlesen »

Glücklich ohne Überwachung

Nein, viel los war gestern in Frankfurt bei der Demo “Glücklich ohne Überwachung” nicht. Der Termin stand lange fest, Flugblätter über die Frankfurter Demo wurden schon Ende August in Berlin bei der Freiheit statt Angst-Demo verteilt. Danach hatte ich nichts mehr über die Planungen gehört. So ging es wohl den meisten, die zwar bereit sind, gegen Überwachung auf die Straße zu gehen, aber nicht zum Inner Circle der Piraten gehören. Nachdem ich morgens per Twitter an die Demo erinnert wurde, “überredete” ich meine Teenie-Tochter auf dem Weg in die Stadt wenigstens ne halbe Stunde bei der Demo mitzulaufen.

GoÜ 20141101 Demozug
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Der vorgesehene Gerichtssaal war zu klein, der Prozess gegen den Polizisten, der den Diplom-Ingenieur Derege Wevelsiep vor fast genau zwei Jahren krankenhausreif geschlagen haben soll, begann deshalb mit Verspätung. Auch wegen des großen Interesses der Medien, deren Fotografen den Angeklagten heute ausführlich ins Visier nahmen. Der 33-jährige, aus Gera stammende Polizeibeamte trug eine schmissige Fönfrisur und gab sich betont gelassen. Weiterlesen »

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