Feeds:
Beiträge
Kommentare

Es wird überall fleißig geklebt: Aufkleber zur “Freiheit statt Angst”-Demo am 30.8.2014 in Berlin, gefunden in Frankfurt am Main

Die Jury des Deutschen Buchpreises 2014 hat die Longlist bekannt gegeben. Gelesen habe ich von den 20 nominierten Romanen nur “Unternehmer” von Matthias Nawrat. Das im März bei Rowohlt erschienene und nur 144 Seiten starke Buch erzählt die Geschichte von Lipa und ihrer Familie, die sich im fortgeschrittenen Kapitalismus mit dem Ausschlachten von Elektronikmüll über Wasser hält und vom Auswandern nach Neuseeland träumt. “Dieses Buch kann lustig und zärtlich sein und (ist) trotzdem eines der bösesten und traurigsten über unsere Tage” schreibt Judith von Sternburg in der Frankfurter Rundschau, die mich mit ihrer Besprechung auf das Buch aufmerksam gemacht hat.

Ab nächste Woche sind in vielen Buchhandlungen wieder die vom MVB Marketing- und Verlagsservice des Deutschen Buchhandels herausgegebenen Leseproben zur Longlist erhältlich.

“Wenn es bei dieser Handvoll Leute bleibt, latsch ich nicht übers Feld bis zum Dagger-Komplex”, moserte R. als wir in Griesheim ankamen. Es wurden dann aber doch 150 bis 200 Leute, die unter gleißender Sonne bis zum NSA-Stützpunkt wanderten:

Am nächsten Samstag, dem 26.7.2014, gehen Menschen in vielen deutschen Städten auf die Straße und demonstrieren gegen Überwachung. BürgerInnen im Rhein-Main-Gebiet, die für das Recht auf Privatsphäre und Datenschutz demonstrieren wollen, fahren nach Griesheim zum NSA Stützpunkt Dagger Komplex. (Infos hier).

Wer noch nicht ganz sicher ist, ob er einen Badetag für den Kampf um seine Grundrechte opfern will, möge sich das kurze Video ansehen:

Am Telefon ist eine fremde Frau: Bei ihr in der Wohngemeinschaft lebe T., den würde ich doch kennen? Ja, sage ich, ich habe aber keinen Kontakt mehr mit ihm. Sie habe Listen in seinem Zimmer gefunden mit Namen drauf und verschiedenen Symbolen. Sie habe daraufhin einige Leute angerufen, auch meinen Namen habe sie im Telefonbuch gefunden. Ober ich mir die Liste anschauen wolle?

Okay, ein paar Tage später fahre ich nach Bornheim und betrete das Haus, das mir die Frau am Telefon genannt hatte. Es ist ein heruntergekommener Altbau, das Treppengelände locker, die Wohnung ist im vierten Stock. Die Tür wird mir von einer leicht überdrehten Frau in den Dreißigern geöffnet, sie zeigt mir T.s kleines WG-Zimmer, dann gehen wir in die Küche, wo sie mir eine Kopie der “Liste” zeigt. Tatsächlich, die DinA 4-Seite enthält viele Namen, einige kenne ich, es sind Verbindungslinien gezogen, neben meinem Namen ist ein Judenstern. Der Name der Wohnungsbesitzerin, die mir die Liste zeigt, ist mit dem Wörtchen “blöd” verziert. Fast muss ich lachen. Weiterlesen »

Einmal ist keinmal

sagt der Volksmund. Was hat es demnach zu bedeuten, dass im Zusammenhang mit der Massenausspähung der NSA das kleine Wörtchen “mal” in den Stellungnahmen führender Politiker gehäuft auftritt:

“Jetzt reicht’s auch einmal” (Bundespräsident Gauck, 5.7.2014) / “Es muss jetzt auch mal gut sein” und “Darauf muss jetzt auch mal reagiert werden” (Innenminister De Maiziere, 10.7.2014) Weiterlesen »

WM-Sedierte aufwachen!

Kleiner Test fürs Fußballvolk: Welche Mannschaft spielt nicht im Halbfinale:

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 253 Followern an