Frankfurt und die Impfquote: Und was sagt Dr. Steiner?

Erfolgreich ist, wer Sitzfleisch hat. Das gilt nicht nur für lange Koalitionsverhandlungen sondern auch für die Lokalpolitik. Es müssen jeden Monat (neben dem Beruf) endlose und oft sehr langweilige Ausschusssitzungen, Fraktionssitzungen, Arbeitskreise und Plenarsitzungen durchgestanden werden – und jede/r, der dabei seine volle Aufmerksamkeit bewahrt, ist ein/e HeldIn.

Ich habe gestern den Ausschuss für Soziales und Gesundheit besucht und festgestellt, dass den Anforderungen dieser Zusammenkünfte nicht jeder Stadtverordnete aber auch nicht jede Journalistin gewachsen ist – einige gingen früher. Verständlich, denn die Sozialdezernentin hat eine geschlagene Stunde über die Feinheiten der Fahrdienstvergütung für Behinderte gesprochen.

Mich interessierte, ob und wie die Koalition aus CDU, SPD und Grüne einen Antrag zum Thema Impfquote auf der Waldorfschule diskutiert. Denn im vergangenen halben Jahr hat die Koalition sich geweigert, das Thema zu behandeln. Vor ein paar Tagen legte sie dann einen eigenen Antrag vor, der sich vom vorliegenden vor allem dadurch unterscheidet, dass er nicht mehr das Wort „Waldorfschule“ enthält. Ansonsten geht es exakt um das Gleiche: Der Magistrat soll sich Maßnahmen überlegen, wie er die Impfquote in Frankfurt erhöht. Denn viele gefährliche Viruserkrankungen, die längst ausgerottet sein könnten, breiten sich in Europa wieder aus ( https://www.shz.de/deutschland-welt/panorama/who-masern-infektionen-haben-sich-in-europa-vervierfacht-id19135016.html ).

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Gut gescheitert

„Wenn nur noch das Gelingen zählt, wird jedes Misslingen zur schlimmen Störung. Wenn schon das Kleinkind nie hinfallen soll, wird es nie aufstehen lernen und den kleinsten Kratzer als Katastrophe werten. Wenn das Schulkind nach einer misslungenen Arbeit immer nur für sein „großes Potential“ gelobt wird, wird es nie Niederlagen wegstecken können.“ (Philosoph und Buchautor Wilhelm Schmid in dem schönen Audio zum Thema Scheitern auf swr: KLICK )

Bio – Weil ich es mir wert bin

Wie unterschiedlich die Lebensverhältnisse in Deutschland sind, ist mir gerade erst auf einer Reise durch Thüringen aufgefallen – dass ich mich aber bald wie ein Frankfurter Ossi fühlen würde, hätte ich da noch nicht gedacht.

Kürzlich lud das Frankfurter Umweltamt unter dem Titel „Mordshunger“ in die Freitagsküche, um im Rahmen der Veranstaltungsreihe Wilder Sonntag über „wertvolle Ernährung zu sinnieren“.

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Warnung des Frankfurter Drogenreferats

Das Frankfurter Drogenreferat verschickt derzeit Warnungen an Schulen und Kindertagesstätten in Frankfurt mit folgendem Inhalt:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

„Scientology“ verteilt aktuell wieder einmal Broschüren zum Thema Drogen in Frankfurt. Diese wurden offensichtlich neu überarbeitet, so dass der Herausgeber kaum mehr zu erkennen ist. Weiterlesen

GroKo verhindern: Meine persönliche Enttäuschung

Sigmar Gabriel kann mich nicht enttäuschen, so wenig wie Peer Steinbrück. Ich kann für Machos einfach nicht genügend Interesse und Empathie aufbringen. Wer Gabriel am Donnerstag im „Gespräch“ mit Heute-Journal-Moderatorin Marietta Slomka gesehen hat, weiß mehr über die Befindlichkeiten des SPD-Parteivorsitzenden als er wissen möchte. Und dass Steinbrück ihm zur Seite gesprungen ist („Ich kann mich an ein Interview im Wahlkampf mit Frau Slomka erinnern, das mir äußerste Disziplin und Höflichkeit abverlangt hat“) macht es nicht besser. Eitle Kerls halt, die streitbaren Frauen nicht auf Augenhöhe begegnen können.

Enttäuscht bin ich von Karl Lauterbach. Weiterlesen

Verdünnen und schütteln

Allein im Jahr 2011 wurden in Deutschland 400 Millionen Euro mit homöopathischen Mitteln umgesetzt.

Sehr zu empfehlen ist die österreichische Sendung „Es werde Licht“, in der vier Wissenschaftler und Mediziner das Phänomen Homöopathie genauer beleuchten. An dem Gespräch nimmt auch der Mathematiker und Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien Ulrich Berger teil, er ist Mitglied im Wissenschaftsrat der GWUP:

Hier geht es zum Blogbeitrag „Diagnose: volle Hose“ mit dem Video der Sendung: http://scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2013/07/18/diagnose-volle-hose/

Praktikum in der Eso-Apotheke

Ich bin heute auf eine sehr interessante Seite gestoßen: Cloudpharming. Die Pharmaziestudentin Claudia Graneis berichtet in diesem Blog über ihr Undercover-Praktikum in einer esoterischen Apotheke, wie es sie ja überall inzwischen gibt (auch die einzige Apotheke in meinem Frankfurter Stadtteil hat sich auf Globuli und Co. spezialisiert). Freundliche Menschen verkaufen in dieser Apotheke Hilfe suchenden Kunden Mittelchen aus der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM) mit Zutaten wie „Drachenknochen“ (versteinerte Säugetierknochenfragmente), Muschelschalen, zerhackte Zikaden, Skorpionbestandteile und Fledermauskot. Weiterlesen