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Das Römerbergbündnis hatte heute mittag auf den Rathenauplatz geladen, um am Weltflüchtlingstag “Gegen Nationalismus und Ausgrenzung – für ein weltoffenes Frankfurt” zu demonstrieren. Circa 2.000 Menschen folgten dem Aufruf. Das rechte Bündnis „Widerstand Ost West“, das heute in Frankfurt eine Demo geplant hatte, konnte lediglich eine Kundgebung auf dem Rossmarkt abhalten, danach durften die 200 Rechten einmal im Kreis gehen.

Was wird aus W. wenn es in Frankfurt keine Rennbahn mehr gibt? Ich habe ihn lange nicht mehr gesehen, aber manchmal fällt mir diese alte Szene ein: Ich laufe auf dem Weg zum Uni-Turm die Senckenberger Anlage entlang und biege um die Ecke in die Robert-Mayer-Straße, als mir ein Taxi entgegenkommt und hält: Der ewig klamme W. streckt seinen Kopf aus dem hinteren linken Seitenfenster und erzählt glücklich, er habe aufs richtige Pferd gesetzt und 1.000 Mark gewonnen. Deshalb gönnt er, der sonst mit dem Moped durch die Stadt fährt, sich ein Taxi.

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Bildungs-Dünkel

“Gallien in seiner Gesamtheit ist in drei Teile geteilt” – So lautet die Übersetzung des ersten Satzes aus Caesars “De Bello Gallico”. Nach der Lektüre des Artikels “Eins Komma Null” in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung habe ich heute morgen den ersten Bildungsbürger (Allgemeinen Deutsche Hochschulreife bis in die 4. Generation nachweisbar) gefragt, den ich traf, ob er sich an diese Latein-Lektüre erinnert. Und tatsächlich, der Satz war meinem Gegenüber auch nach einigen Jahrzehnten noch präsent.
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Was macht eigentlich…

Norbert Niemann?

Ich habe mich das in der Vergangenheit öfter gefragt. Noch immer klingt sein TAK TAK TAK in meinen Ohren, wenn ich an den Ingeborg-Bachmann-Preis 1997 denke. Mit einem leidenschaftlichen, fast aggressiven Vortrag aus seinem Roman „Wie man´s nimmt“ gewann er den renommierten Preis. Meine Bereitschaft zur Bewunderung war auch damals schon recht ausgeprägt. Ich schrieb eine Besprechung über das Buch und besuchte seine Lesung im Frankfurter Literaturhaus, wohin ihn seine Mentorin, die Literaturwissenschaftlerin und Autorin Silvia Bovenschen begleitete:

Norbert Niemann liest im Literaturhaus Frankfurt 1997, links neben ihm: Silvia Bovenschen  (Foto: Carmen Treulieb)

Norbert Niemann liest im Literaturhaus Frankfurt 1997, links neben ihm: Silvia Bovenschen
(Foto: Carmen Treulieb)

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Krähen

“Guck mal, der Dicke da liegt seit Stunden faul aufm Sessel”. – “Und jetzt kriegt er auch noch den Pelz gekrault” – “Kannst du dir so ein Leben vorstellen?” – “Nee, das ist doch stinklangweilig!”

Sie sitzen hoch oben in Nachbars Tannenbaum und schwatzen, eine besonders große Krähe hockt auf dem Dachsims und nickt rüber zu uns. Der auf dem Sessel zusammengerollte Kater knurrt leise zu den despektierlichen Kommentaren der schwarzen Vögel.

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Umwelt erleben? Ja  - aber Komfort geht vor!

Umwelt erleben? Ja – aber Komfort geht vor!

Für die Generation Dauernuckler mit der 20 Jahre Garantie aufs Mama-Taxi gibt es in Frankfurt ein besonderes Angebot: Kanufahrten auf der Nidda, komfortabler Einstieg in Frankfurt-Harheim. Der Bus mit den Kanus fährt direkt auf die vor einigen Jahren vom Grünflächenamt teuer sanierte Grünfläche, dort wo der Eschbach in die Nidda mündet. Der Weg dorthin ist eigentlich für Autofahrer gesperrt, nur der Minibus der Linie 25 zur S-Bahn-Haltestelle Berkersheim fährt hier. Auf die Idee vom Weg ab in die Grünfläche zu fahren und dort sein schweres Gerät zu parken, ist außer den angeblichen Naturfreunden noch keiner gekommen.

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Fast 20 Jahre nach der Planfeststellung und 4 Jahre nachdem das Bundesverwaltungsgericht das Baurecht für das Vorhaben bestätigte, wird eines der wichtigstes Verkehrsinfrastruktur-Projekte in Hessen endlich begonnen: Die S 6 von Frankfurt-West nach Bad Vilbel erhält eigene Gleise. Damit wird der erste Bauabschnitt des Vorhabens umgesetzt. Für den zweiten Bauabschnitt – den Ausbau von Bad Vilbel bis Friedberg – gibt es noch keine Baugenehmigung.

Nach dem Ausbau könnte die S-Bahn, die zwischen Friedberg und Frankfurt-Süd verkehrt, eine attraktive Alternative für den motorisierten Individualverkehr werden. Bisher verpestet der Autoverkehr vor allem rund um die Friedberger Landstraße die Atemluft und dezimiert in der gesamten Stadt den öffentlichen Raum durch “Stehzeuge” (Hermann Knoflacher). Die Bauarbeiten sollen 2017 beginnen und bis 2022 abgeschlossen sein. Während dieser Zeit werden wir Anwohner unter Lärm und Beeinträchtigungen des laufenden S-Bahn-Verkehrs leiden müssen. (Link zur Presseerklärung der DB: KLICK)

Alle Artikel auf UmamiBuecher zum Ausbau der Main-Weser-Bahn hier: 4statt2)

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