Frankfurter Buchmesse 2016 (1): Meinungsfreiheit und Populismus

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Unter dem Motto „Für das Wort und die Freiheit“ lud der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am ersten Tag der Frankfurter Buchmesse drei Gäste auf sein Podium: Khola Maryam Hübsch, Autorin des Buches „Unter dem Schleier die Freiheit“ (Link zur Besprechung von Antje Schrupp), Schriftsteller und Kabarettist Tom Lanoye und den niederländischen Autor Frank Westerman. Die Diskussion zeigte einmal mehr, was die Populisten in den letzten Jahren angerichtet haben: Die Meinungsfreiheit ist in Verruf geraten.
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Buchmesse 2015: Fazit

So viele Interviews, Lesungen, Diskussionen, so viele Anregungen, Widersprüche, Assoziationen – die Frankfurter Buchmesse war auch dieses Jahr wieder eine Bereicherung:

Herfried Münkler, der über die heroischen und postheroischen Gesellschaften sprach. Wie es den Nazis gelang, Teile der Gesellschaft zur heroischen Gemeinschaft zu schmieden, die bereit ist, für die gemeinsamen Ziele zu sterben. Mir fällt die Rede von Jutta Ditfurth ein, mit der sie am 31.3.2012 am Frankfurter Hauptbahnhof die „Träger_innen der sozialen Revolution“ zu einer Kampfeinheit schmieden wollte. Diese Helden sind dann losgezogen und haben in der Frankfurter Innenstadt die Scheiben von Brautgeschäften eingeworfen.

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Buchmesse 2015: Frauenbilder

Eindrücke vom Samstag der Frankfurter Buchmesse 2015

Antje Schrupp und Christiane Frohmann auf der Orbanism-Bühne

Antje Schrupp und Christiane Frohmann auf der Orbanism-Bühne

Die Qualität einer Veranstaltung misst sich an ihrem Frauenanteil – nicht nur darin waren sich heute die Journalistin und Bloggerin Antje Schrupp und die E-Book-Verlegerin Christiane Frohmann einig.

„Selfies sind super“, sagte Antje Schrupp heute beim Gespräch über „Frauenbilder in den Netzmedien“. Sie setzten den Frauenbildern in den „kuratierten Medien“ ein anderes, selbst inszeniertes Bild entgegen. Schrupp nennt Leute, die das Internet nur lesen, selbst aber nichts beitragen, provokant „Facebook-Schmarotzer“. Oft würden diese Nutzer sich selbst als bescheiden bezeichnen, als Menschen, die sich selbst nicht wichtig nehmen. Dem wolle sie widersprechen und sagen: Doch, ich interessiere mich für euch. Nur so könne man die Kluft zwischen Internet-Profis und Publikum aufheben.

Wir alle sollten die Angst vor dem schlechten Foto oder dem misslungenen Beitrag im Netz verlieren und uns locker machen, meinte auch Christiane Frohmann. Erst durch Erfahrung und Kritik werden wir mündige NetzbürgerInnen.

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Buchmesse 2015: Behr und mehr

Stefan Behr hat seine Gerichtsreportagen, die in der Frankfurter Rundschau erschienen sind, in Buchform veröffentlicht. Echte Frankfurter kennen die Texte natürlich schon, allen anderen sei das Buch empfohlen: Frankfurt – Kleinstadt des Verbrechens.

Stefan Behr (rechts) im Gespräch mit seinem FR-Kollegen Georg Leppert
Stefan Behr (rechts) im Gespräch mit seinem FR-Kollegen Georg Leppert

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Buchmesse 2015: „Kunst verträgt keine Demokratie“

Clemens Setz unerwartetes Statement setzte heute den Schlusspunkt unter meinen ersten Buchmesse-Tag 2015. Leander Wattig und der Suhrkamp-Verlag hatten am Nachmittag eingeladen, um über neue Formen der Literaturkritik zu reden und das Experiment www.frau-und-gitarre.de vorgestellt, bei dem 40 Autoren den Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ von Clemens Setz besprechen. Einer aus der Männerrunde (u.a. Jan Drees und Christoph Kappes) fragte Setz, was er von der Idee hielte, dass sein Manuskript von einem Internet-Publikum lektoriert würde. Es dauert ein paar Minuten bis Setz sein Entsetzen artikulieren konnte: „Das wäre das Ende der Kunst“, sagte er dann. Feedback sei für Autoren nicht untoxisch, so Setz, der sich inzwischen auch von Facebook zurückgezogen hat: Zuviel Interaktionen, zu emotional und sogar Morddrohungen haben dem Autor die „soziale“ Kommunikation auf dieser Plattform vermiest.

„Betreutes Lesen“ als neues digitales Literaturgespräch?

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Frankfurter Buchmesse 2015 beginnt

Meine Tipps für Tag 1:

Der Buchpreisträger Frank Witzel hat anstrengende Tage vor sich: Morgen wird er u.a. um 11 Uhr auf dem Blauen Sofa (Übergang Halle 5 & 6 ) mit Volker Weidermann und um 14 Uhr mit Christian Bungartz auf der ARD-Bühne zu sehen sein.

Thees Ullmann steht auf meinem Veranstaltungsplan für den ersten Buchmesse-Tag, nachdem Julia Schaaf kürzlich in der FAZ diesen Artikel (KLICK) veröffentlicht hat; Richard David Precht, der den ersten Band seiner auf drei Bände angelegten Geschichte der Philosophie vorgelegt hat (Erkenne die Welt) und Alina Bronsky sind ebenfalls zu Gast in Frankfurt und mehrfach während der Buchmesse zu sehen.

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Frankfurter Buchmesse 2014: Letzter Tag

Zu den großen Gewinnern dieser Buchmesse gehört der Hanser Verlag, in dem nicht nur die Bücher des diesjährigen Nobelpreisträgers Patrick Modiano erscheinen, sondern auch der Erzählband „Wir haben Raketen geangelt“ von Karen Köhler, die man zweifellos als einen der Stars dieser Buchmesse bezeichnen kann. Die Autorin, die mir bisher durch ihre Kindertheaterstücke bekannt war, absolvierte viele Messetermine und offensichtlich völlig unangestrengt. Bei einem Gespräch mit der „ZEIT“, wo sie dem Moderator beschied, gerade eine blöde Frage gestellt zu haben, musste sie lange über sich selber lachen. So sympathisch die Autorin ist, so wenig harmlos sind ihre Erzählungen.

Autorin von "Wir haben Raketen geangelt" Karen Köhler
Autorin von „Wir haben Raketen geangelt“ Karen Köhler

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