Blogstöckchen: Intime Geständnisse

Die bezaubernde Kathastrophenchronistin aus Kreuzberg-Ost hat mir ein Blogstöckchen zugeworfen und jetzt muss ich sieben Fakten von mir preisgeben. Oh Gott! Am besten, ich denke gar nicht drüber nach und schreib gleich los.

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1. Ich wollte eigentlich Schlagersängerin werden, so in Richtung Juliane Werding, mit gesellschaftskritischen Texten, klar. Der Berufswunsch scheiterte früh an meiner Stimme.

2. Ich bin immer verliebt, seit ich 8 oder 9 Jahre alt bin. Meine erste Liebe hieß Lars. Hinter dem Haus, in dem er wohnte, war ein Spielplatz, wo wir uns manchmal trafen. Kam er nicht, setzte ich mich auf die Spielplatz-Bank und sang laut: „Am Tag, als Conny Kramer starb…“.

3. Feministin wurde ich, weil meine Schwester und ich nach dem Abendessen immer das Geschirr abtrocknen mussten, während die Brüder auf ihr Zimmer verschwinden durften. Vermutlich hatte aber auch dieser Song von Juliane Werding auf meine Persönlichkeitsentwicklung erheblichen Einfluss: https://www.youtube.com/watch?v=CcvfIjyCizo

4. Mit fünfzehn Jahren beschloss ich, Buchhändlerin zu werden – eine logische Alternative zum Berufswunsch Sängerin. Aber mein Vater war dagegen. Er fand, das sei ein brotloser Beruf. Heute lebe ich vom Schreiben…

5. Ich habe schon mit 10 Jahren meine ersten Liebesgedichte geschrieben. Eines fing so an:

Vorbei ist vorbei,
die Welt bricht entzwei
die Liebe verschwindet
wer heute sich bindet
ist morgen allein

6. Zwanzig Jahre später schrieb ich eine Diplomarbeit in Soziologie mit dem Titel: „Über das Schrecklich-Banale oder das Banal-Schreckliche eines Frauenlebens – Eine tiefenhermeneutische Analyse des Romans “Die Mansarde” von Marlen Haushofer“.

7. Nicht mehr zwischen Weltschmerz und Grandiositäts-Phantasien zu wechseln, halte ich für eine der angenehmen Seiten am Älterwerden.

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Das Blogstöckchen reiche ich weiter und bin gespannt, was wir von diesen BloggerInnen erfahren:

Freidenkerins Weblog
Gnaddrig ad libitum
Mein Freund der Baum
LOB’s Metier
Ein schöner Wald
Textaroma

Hier die Regeln für die Teilnahme am Blogstöckchen „One Lovely Award“:

Schreibe sieben frei gewählte Fakten über Dich, verlinke auf das Blog, das Dich nominiert hat und reiche das Blogstöckchen schließlich weiter an (+/-) 7 Blogs.

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10 Gedanken zu “Blogstöckchen: Intime Geständnisse

  1. tikerscherk 19. Januar 2015 / 18:25

    Immer verliebt, das ist wirklich bemerkenswert! Wie auch das Gedicht als Zehnjährige und Dein nachvollziehbarer Weg zum Feminismus. Die Nummer 7 unterschreibe ich sofort: Älterwerden und sich dabei einzupendeln ist so entspannend.
    Herzlichen Dank für die intimen Geständnisse!

  2. Carmen 19. Januar 2015 / 18:52

    Gerne!

    Die meisten betroffenen Menschen erfahren allerdings nie von meiner Verliebtheit. Zum Beispiel war ich total in Konstantin Wecker verliebt während seines Konzertes in Heidelberg vor zwei Jahren und noch ein paar Tage danach 😉

  3. freiedenkerin 19. Januar 2015 / 20:23

    Danke für’s Nominieren. Ich bearbeite zwar seit einigen Jahren schon so gut wie keine Stöckchen mehr, aber dieses liest sich sehr reizvoll. 😉

    • Carmen 19. Januar 2015 / 20:42

      Das halte ich genauso, aber manchmal kann man nicht nein sagen 😉

      • tikerscherk 20. Januar 2015 / 18:13

        Das ehrt mich. Ich fand die offene Vorgabe aber auch so angenehm, dass ich ebenso wenig widerstehen konnte.

  4. Carmen 21. Januar 2015 / 18:07

    Ich verspreche hoch und heilig, dass ich in diesem Jahr kein Blogstöckchen mehr weiterreiche und niemals nicht böse bin, wenn dieses hier ignoriert wird 🙂

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