Großbanken spekulieren weiterhin auf Kosten der Steuerzahler

Ich erkläre ihnen die ganze Zeit, dass wir das Vertrauen der Märkte wiedergewinnen müssen. Zeigen, dass wir zur Haushaltsdisziplin in der Lage sind. Die öffentlichen Ausgaben stutzen. Zack, zack. Ansonsten gibts Panik auf den Märkten. Staatsanleihen werden herabgestuft. (…) Dann werden die Kredite teurer. Die öffentliche Versorgung wird unerschwinglich. Aufruhr, Straßenschlachten. Hässliche Sache.

Im wunderbar witzigen Roman „Die Werte der modernen Welt“ von Marina Lewycka) weiß der skrupellose Investmentbanker Chicken genau, wie er heil aus der Finanzkrise herauskommt: Er wird Finanzberater der englischen Regierung und sorgt dafür, dass das Casino weiterläuft.

Fiktion? Sven Giegold schreibt heute als Gastkommentator in der Frankfurter Rundschau, dass den Finanzmarktregulierern die Puste ausgeht:

„Das vom früheren französischen Finanzmarktkommissar Michel Barnier vorgeschlagene Trennbankensystem wird von der deutschen Bundesregierung gemeinsam mit Frankreich blockiert. (…) Die Deutsche Bank und andere Großbanken mit komplexen Geschäftsmodellen können sich ins Fäustchen lachen. Sie dürfen weiter auf Kosten der Steuerzahler spekulieren.“ (weiterlesen in der Frankfurter Rundschau: Das Pendel schlägt zurück)

Die Deutsche Bank ist aber auch, wie „aus Koalitionskreisen verlautete, (…) sehr, sehr, sehr emsig unterwegs, um für eine Abschwächung des Trennbanken-Gesetzes zu werben“, schreibt das Manager Magazin vom 14.1.2015).

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