Nein zur AFD im Frankfurter Stadtparlament (2)

„Ich bin entsetzt über seinen Weg in der Politik“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtparlament Frankfurt Klaus Oesterling kürzlich in der Frankfurter Rundschau über Rainer Rahn, den Kandidaten der AfD. Oesterlings Kollege von der CDU, Michael zu Löwenstein, sprach von einem „AfD-Personal jenseits der Seriosität“ und bezog sich darin auf Rahns „irrlichternde politische Karriere“. (Mehr dazu hier)

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Ausbau der Main-Weser-Bahn: Wer ist dagegen?

Das Gute (und Schlechte) am Dorfleben ist die soziale Kontrolle. Mit der Zeit kennt der aufmerksame Bürger die Gewohnheiten seines Nachbarn. Wo kauft er ein, wie oft geht er zum Flaschencontainer, mit wem hält sie ein Schwätzchen – mit städtischer Anonymität hat das Leben in den Dörfern des Frankfurter Nordens wenig gemein.

Deshalb weiß ich auch, wer den ÖPNV benutzt und wer ausschließlich mit dem motorisierten Individualverkehr unterwegs ist. Das ist nicht unerheblich, will man die Aussagen der Ortspolitiker zum wichtigsten Verkehrsinfrastruktur-Projekt in unserem Umfeld bewerten. So war kürzlich in einem Blättchen die Kolumne eines grünen Lokalpolitikers aus meinem Dorf zu lesen, der allen Ernstes gegen den Ausbau der Main-Weser-Bahn mit dem Argument anschrieb, die S-Bahn sei so pünktlich wie alle anderen S-Bahnen nach Frankfurt.

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Die schwarze Republik oder Die Schönheit der Kanzlerin

„Und wo ist eigentlich die Sozialistische Internationale? Sie singt so schöne Lieder.
Auf Angela Merkel bin ich stolz“
(Norbert Blüm in der FAS vom 1.11.2015)

Da steht der ehemalige Arbeitsminister nicht allein. Nicht nur wegen ihrer Haltung gegenüber den nach Deutschland flüchtenden Menschen erfährt die Bundeskanzlerin ungewohnte Zustimmung auch von Intellektuellen. Martin Walser sprach in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 22.11.15 von der Schönheit Angela Merkels: „Nie sind ihre Sätze fertig, bevor sie gesagt werden. Nie sagt sie, wie viele Politiker, Phrasen auf, die sie auswendig kann. (…) Bei Frau Merkel werden wir Zeuge, wie Geist und Natur zusammenfinden, und eben deshalb ist sie schön.“

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Fluglärmgegnerin Ursula Fechter auf SPD-Liste

„Wer im Alter nicht die Oma- bzw. Oparolle einnehmen will, kann immer noch Stadtverordneter der SPD in Frankfurt werden“ – Dieser ein bisschen fiese Gedanke kam mir in den Sinn, als ich gestern las, dass Ursula Fechter als „Unabhängige“ auf der SPD-Liste für die nächste Kommunalwahl kandidieren soll. Ursula Fechter ist aktive Fluglärmgegnerin, war einige Jahre „ehrenamtliche“ Stadträtin (Aufwandsentschädigung ca. 1.000 Euro im Monat) in Frankfurt und ist verantwortlich dafür, das Dr. Dr. Rainer Rahn Spitzenkandidat der FAG im Römer wurde, wo er das Projekt Bürgerliste gegen den Flughafenausbau grandios in den Sand setzte. (Alle Blog-Artikel dazu hier: KLICK)

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8 von 10 Pendlern fahren mit dem Auto nach Frankfurt

336 050 Menschen pendeln jeden Tag nach Frankfurt zu ihrem Arbeitsplatz, davon fahren nur 20 Prozent mit Bus und Bahn, 80 Prozent fahren mit dem Auto. Der Anteil des Bus- und Bahnverkehrs ist damit im Vergleich zu anderen Städten viel zu gering – obwohl in Frankfurt seit fast zehn Jahren das Verkehrsdezernat von Politikern der Grünen geleitet wird.

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Darf man Wolf Biermann als Rassisten bezeichnen?

Wenn stimmt, was die Frankfurter Rundschau heute schreibt, dass der Liedermacher zu einer Schriftführerin im Bundestag gesagt hat: „Ich erkenne an ihrem Gesicht, dass sie von der Linkspartei sind“, dann kann man diese Frage wohl mit Ja beantworten. (Link zum FR-Artikel vom 10.11.14 „Wolf Biermann und der Bundestag“ von Daniela Vates)

Ich habe Wolf Biermann zum ersten Mal Mitte/Ende der 80er Jahre in Frankfurt gesehen, gut 10 Jahre nach seiner Ausbürgerung aus der DDR. Seine Lieder, von denen einige von erotischen Erntehelferinnen aus dem Osten handelten, erschienen mir als junger Feministin unerträglich. Überdeutlich war damals schon, dass sein politisches Weltbild sich einzig aus dem Trauma der Nichtanerkennung und der Ausbürgerung aus der DDR speist. Weiterlesen