Freiheit statt Angst 2014

Waren es wirklich nur 6.500 Leute bei der gestrigen Freiheit statt Angst-Demo? Ich hätte auf über 10.000 Menschen getippt. Es hat sich gelohnt, nur für die Demo von Frankfurt nach Berlin zu fahren, auch wenn es arg anstrengend war. Auf der Seite Freiheit statt Angst sind bereits alle gestern gehaltenen Reden veröffentlicht, so dass ich es bei meinen fotografischen Eindrücken belasse: Weiterlesen

Bonameser Nordpark: Frankfurt wagt Wildnis, wo sich keiner wehrt

Bonames ist ein Stadtteil im Frankfurter Norden, der in den letzen Jahren immer wieder bundesweit Aufsehen erregt hat. Die als „U-Bahn-Schläger“ bekannt gewordenen männlichen Jugendlichen aus der Hochhaussiedlung von Bonames und dem angrenzenden Nieder-Eschbach hatten 2008 dafür gesorgt, dass der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch seinen Wahlkampf ganz auf das Thema Jugendkriminalität ausrichtete. (Was der CDU allerdings nicht bekam, sie verlor bei der Wahl 12 Prozent). Auch Anfang April diesen Jahres gab es Schlagzeilen aus dem Viertel: Es war in der Siedlung zu einer tödlichen Schießerei zwischen Anhängern der Rockerszene und Drogendealern gekommen. Trotzdem leben viele Menschen gerne in Bonames. Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann ist hier groß geworden und hat als junger Sozialarbeiter im Jugendhaus in Bonames gearbeitet. Weiterlesen

Rückkehr zu G9 in Hessen: Wie, was, wer?

Letzte Woche hat die schwarz-grüne hessische Regierung beschlossen, dass auch 5., 6. und sogar 7. Klassen, die seit mehreren Jahren unter G8- Bedingungen das Gymnasium besuchen, zur verlängerten Schulzeit zurückkehren können.

Ich dachte zuerst, das wird meine Tochter, die in die 6. Klasse eines G8-Gymnasiums geht, nicht betreffen, denn im Brief des hessischen Kultusministers an die betroffenen Eltern steht:

„Ein Wechsel eines laufenden Jahrgangs findet statt, wenn sich die Eltern in der anonymisierten Befragung einstimmig dafür ausgesprochen haben.“ (Schreiben von Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister, vom 5.3.2014) Weiterlesen

Philosophicum in Frankfurt: Grüne und Feldmann unsolidarisch

100 Millionen Euro wird die Bebauung des Dom-Römer-Areals in Frankfurt nach Abzug der Erlöse kosten – mindestens. Die Kosten spielen für die schwarz-grüne Stadtregierung aber keine Rolle. Die Verantwortlichen glauben, dass die rekonstruierten Gebäude einmal ein „wichtiger Teil der Frankfurter Erinnerungskultur“ sein werden. Erinnern werden sich die Menschen dann auch an die „Ermöglicher“ Olaf Cunitz (grüner Planungsdezernent) und Uwe Becker (Kämmerer, CDU) – man kann von Politikern nicht wirklich erwarten, dass sie sich eine solche Gelegenheit entgehen lassen.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) wiederum lässt selten eine Gelegenheit an sich vorüberziehen, in der er sich als OB des einfachen Mannes, sozusagen als Mitkämpfer der Unterdrückten und Geschlagenen, beweisen kann. Kürzlich geschah das in der Martin-Luther-Straße, wo er einen Mieter besuchte, der sich weigert, aus seiner seit Jahrzehnten unsanierten Nordend-Wohnung auszuziehen, wo er in bester Lage für 340 Euro auf 75 Quadratmeter wohnt (Stadtkind hat darüber berichtet). Für den Eigentümer des Hauses, der Peter Feldmann ebenfalls um ein Gespräch bat, hatte der Oberbürgermeister keine Zeit. Weiterlesen

Der gespaltene Bürger: Protest gegen Neubauprojekt

„Das Versprechen, die Glückseligkeit der Gegenwart zu verlängern, führt zu einer Vernachlässigung der Zukunft“ (Philosoph Dieter Birnbacher)

Es war eine kleine Sensation, als im März 2012 Peter Feldmann (SPD) die Oberbürgermeisterwahl gegen Boris Rhein (CDU) gewann. Der Sozialpolitiker Feldmann, der im Frankfurter Stadtteil Bonames groß geworden ist und dort viele Jahre eine Jugendeinrichtung leitete, war bis dahin in der Frankfurter Bevölkerung weitgehend unbekannt. Dass er dennoch die Frankfurter WählerInnen überzeugte, lag an seinen Themen soziale Gerechtigkeit und bezahlbarer Wohnraum. In seinem Heimatstadtteil Bonames errang Feldmann mit diesem Schwerpunkt über 60 Prozent der Stimmen.

Feldmanns Engagement für mehr Wohnraum führte dazu, dass die schwarz-grüne Stadtregierung lange liegen gebliebene Planungen, wie z.B. das Neubaugebiet Bonames-Ost („Am Eschbachtal – Harheimer Weg“) nach 13 Jahren Stillstand wieder aufnahm und neu bearbeitete. Olaf Cunitz, Frankfurts grüner Planungsdezernent, hat dabei nicht nur die alten Planungen übernommen, sondern nachverdichtet, was angesichts von ca. 30.000 Wohnungen, die in Frankfurt fehlen, auch geboten war.

Die Bonameser aber, die doch ihren Peter Feldmann gewählt haben, damit mehr Wohnraum in Frankfurt gebaut wird, schrien auf: Aber doch nicht bei uns, doch nicht vor meiner Haustür! Und gründeten flugs eine Bürgerinitiative für „Ein liebenswertes Bonames“. Weiterlesen