Verdünnungslobby feiert Woche der Homöopathie 2013

Anlässlich der heute beginnenden Woche der Homöopathie verweise ich auf die 1987 gegründete Skeptiker-Organisation GWUP, in der sich über 1.200 Menschen für Wissenschaft, Aufklärung, Verbraucherschutz und kritisches Denken engagieren. Die GWUP veranstaltet vom 9. bis 12. Mai in Köln die SkepKon 2013. Thema der Konferenz ist die kritische Betrachtung medizinischer Therapien, die keinen nachweisbaren Nutzen haben. (zum Programm geht es hier: klick)

Zur Einstimmung ins Thema empfehle ich den Artikel „Ein Irrtum feiert Jubiläum“ von Bernd Harder und dieses kurze Video, in dem Dr. Mark Benecke die Wirksamkeit von Homöopathie demonstriert:

Sodexho in Frankfurt – ein Rückblick

Es war im Jahr 2004, als in Frankfurt das Thema Verpflegung in Kindertagesstätten zum ersten Mal Gegenstand parlamentarischer Initiativen war. Ich erinnere mich an Mütter, die nachts Anfragen schrieben, die meine Kollegin und ich am nächsten Tag redigierten und der kleinen Frankfurter Römer-Fraktion vorlegten, bei der wir damals angestellt waren. Weiterlesen

Beschneidung und Demagogie II

Beschneidungsmotiv im Kölner Dom

Der Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums, nach dem Beschneidung im Kindes- und Säuglingsalter straffrei bleiben soll, auch wenn der Eingriff nicht von einem Arzt durchgeführt wird, ist auf ein unterschiedliches Echo gestoßen:

Die Grüne Fraktionschenfin Renate Künast mahnte laut ZEIT, „der Bundestag müsse das Thema sehr sorgfältig beraten. Die Debatte um die Beschneidung sei keine leichte“ und plädierte dafür, bei dieser Entscheidung im Parlament die Fraktionsdisziplin aufzuheben. In der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung wird heftig über das Für und Wider der geplante Regelung debattiert – und Christian Bommarius macht es sich in der Frankfurter Rundschau wieder allzu einfach. Weiterlesen

Blitzerwarnungen bald erlaubt?

Der erste Autokanzler war Adolf Hitler. Am 28. Mai 1934 wurde per Reichs-Straßenverkehrsordnung verfügt, dass „schematische Geschwindigkeitskontrollen schon im Hinblick auf den Fortfall allgemeiner Geschwindigkeitsbeschränkungen in der Reichs-Straßen-Ordnung zu unterbleiben“ haben.

„Die freie Fahrt für freie Bürger ist also eine faschistische Erfindung“, konstatiert Klaus Gietinger in seinem Buch „Totalschaden – Das Autohasserbuch“.
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Die unerbittlich Gesunden

Der beste Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 9.9.2012 wurde vom Frankfurter Schriftsteller Günter Franzen geschrieben. Seine Besprechung von Siddhartha Mukherjees Buch „Der König aller Krankheiten“ beginnt mit den Erkenntnissen und – z.T. mehrere Jahrtausende zurückreichenden – Fallgeschichten des indisch-amerikanischen Onkologen Mukherjees und endet im Zorn über die hiesige Rezeption des Krankeitsbefundes Krebs. Den Ton der Reden in Deutschland gäben auf „positives Denken gepanzerte Gesundheitsfunktionäre“ an, wie zum Beispiel Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe, der auch das Vorwort zum Buch geschrieben hat, während gleichzeitig dem Kranken auch noch die Schuld für die Krebserkrankung aufgebürdet werde. Weiterlesen

Schwarzbuch Esoterik – Teil 1

Meine Lieblingsvögel sind Eichelhäher. Ab und an sehe ich einen dieser Vögel fern seines eigentlichen Lebensraumes Wald in einem Stadtbaum sitzen. Dann denke ich: Oh, heute ist ein besonderer Tag, heute bin ich beschützt!

Es zeichnet den Menschen aus, dass er allen möglichen Erscheinungen, Dingen und Lebewesen Bedeutung zumessen kann. Kleine Kinder sind unbeirrbar in ihrem Glauben an Feen, Wichtel und unsichtbare Freunde. Wer sich als Erwachsener die Fähigkeit bewahrt hat, z.B. den Zauber eines einsamen Waldes zu empfinden, ist beneidenswert.

Empfindsamkeit und Vernunft widersprechen sich nicht. Was aber einander ausschließt, ist Esoterik und Vernunft. Weiterlesen

Früherkennung ist keine Vorsorge!

Heute hat das Bundeskabinett dem Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Bahr zugestimmt, der unter dem irreführenden Titel „Krebsvorsorge“ vor allem ein – ohnehin geringes – Risiko weiter vermindert: Ärztearmut.

Es ist ein großes Ärgernis, dass die Begriffe Früherkennung und Vorsorge auch von Politikern und Ärzten synonym verwendet werden, weckt dies doch bei den Menschen völlig falsche Hoffnungen. Denn Krebs verhindern können die regelmäßigen Untersuchungen nicht.
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Über die Auto-Gesellschaft

Im vergangenen November wurde in Frankfurt ein 5-jähriger Junge beim Überqueren einer grünen Ampel überfahren und getötet. Der 19 Jahre alte Autofahrer war mit deutlich über 50 kmh unterwegs und missachtete die für ihn auf rot stehende Ampel. Das Kind erlitt lebensgefährliche Verletzungen und konnte von den Ärzten im Krankenhaus nicht mehr gerettet werden.

Vor einigen Tagen wurde das Urteil gefällt: Eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung, Führerscheinentzug für zweieinhalb Jahre und die Zahlung von monatlich 150 Euro für wohltätige Zwecke in den kommenden 3 Jahren.
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