Dany, die FAS und die Freiheit der Pädophilen

Das Lebens- und Liebesmodell des Piraten-Geschäftsführers Johannes Ponader war auch in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts schon mal en vogue. Damals hieß es kompliziert „offene Mehrfachbeziehungen ohne Besitzanspruch“, heute bezeichnet Ponader sein Lebensmodell mit dem charmanten Wort „polyamant“.

Während die 68er die Parole „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“ ausgerufen hatten, war einige Jahre später nach Ansicht vieler Feministinnen die männlich geprägte Sexualität („Penetration“) generell abzulehnen und zu verweigern – so frau es denn ernst meine mit der weiblichen Befreiung. Weiterlesen

„Schon mal auf den Po gefallen?“

„Schon mehr als einmal“, lachte ich. Meine Behandlerin blieb ernst und drückte weiter an meinem unteren Rücken herum. Ich zahlte 65,50 Euro für die Stunde – es war im Jahr 2008 – und kam nie wieder. Empfohlen worden war mir die Praxis von einer Ärztin, als weiterer Versuch nach Massage und Krankengymnastik, Akupunktur und Yoga nun eben Osteopathie gegen die Kopfschmerzen. Es war eine teure Reise durch die sogenannte Alternativ- oder sanfte Medizin. Weiterlesen

Pracht für Alle!

Am Samstag Abend hat sich eine Gruppe von engagierten Frankfurter BürgerInnen vor dem Palmengarten-Gesellschaftshaus eingefunden, um eine Forderung der Frankfurter Schriftstellerin Eva Demski zu unterstützen: „Pracht für Alle“ – es gibt ein Menschenrecht auf Holzvertäfelung und Kronleuchter!

40 Millionen Euro haben die Frankfurter Steuerzahler zusammengelegt, um im Palmengarten ein Gesellschaftshaus für die BürgerInnen zu bauen und es Johnny Klinke und seinen Kumpanen für 7,50 Euro pro Quadratmeter zu verpachten. Da ist die Forderung auf ein tägliches Hauptgericht für 10 Euro und ein Glas Wein für 3,50 doch nicht unverschämt.

Die Frankfurter BürgerInnen wollen nicht mehr draußen bleiben. Die vollständige Rede des Bürgerrechtlers Bert Bresgen findet sich in der Frankfurter Rundschau. (Klick hier)

Mein Artikel „Am Nasenring – Johnny Klinke und die Stadtpolitik“ findet sich hier.

Wichtigste Fortbewegung: Zu Fuß gehen

In der älter werdenden Gesellschaft ist das zu Fuß gehen die häufigste Fortbewegungsart. Darauf haben Wissenschaftler der Frankfurter Goethe-Universität hingewiesen, die 600 Menschen im Alter von 70 bis 89 Jahren aus den Stadtteilen Schwanheim, Bockenheim und Nordweststadt nach ihren außerhäusigen Aktivitäten befragt hatten. Weiterlesen

Felix Helbig ist gestorben

Dass mir der Lokalteil der Frankfurter Rundschau in den letzten Jahren wieder so einen Spaß gemacht hat, lag neben den „alten Hasen“ Claus-Jürgen Göpfert und Stefan Behr vor allem an ihm: Felix Helbig. Mit erst 32 Jahren ist gestern der leidenschaftliche und mutige Journalist gestorben, Ursache war wohl eine plötzlich auftretende Krankheit, die zu einem Autounfall führte.

Felix Helbig hat die besten Artikel über das Frankfurter Occupy-Camp geschrieben (siehe auch „Verpasste Chance für den Römer“), für das städtische Verbot der Blockupy-Tage hat er die richtigen Worte gefunden und und er hat uns den Fall Derege Wevelsiep (Hier geht es zum Artikel: „Das ist nicht mein Frankfurt) so nahe gebracht, dass ganz Frankfurt sich empörte.

„In ein paar Tagen werden die Frankfurter an ihre Fenster treten, sich verwundert die Augen reiben und feststellen, dass die Stadt noch steht. Sie werden auf die gläsernen Hochhausfassaden blicken, in denen sich friedlich die Sonne spiegelt, auf Bäume, die sich sanft im Wind wiegen, auf den Main, der träge dahinfließt.“ (Felix Helbig am 11.5.2012 in „Bannstadt Frankfurt“)

Zum Nachruf der Frankfurter Rundschau auf Felix Helbig.

Am Nasenring: Johnny Klinke und die Stadtpolitik

Eigentlich ist es eine Story wie aus einem Gesellschaftsroman. Männer und einzelne Frauen aus den lokalen Führungsriegen ihrer Parteien, manche so steif, dass es Jahre bei einem guten Coach bedurfte, bis ihre Reden flüssig wurden, oder stundenlange Sitzungen beim Physiotherapeuten, um den verbissenen Unterkiefer zu lockern, lassen sich von einem Varietédirektor einladen und zum Lachen bringen – nichts weist daraufhin, dass er sie für Spießer hält. Dafür sind sie dankbar.

So dankbar, dass sie dem geschäftstüchtigen Mann ein Großprojekt zuschanzen: Nach der auf 30 Millionen angesetzten Sanierung des Palmengarten-Gesellschaftshauses wird er – ganz ohne Ausschreibung, die sonst für den Betrieb jeder Buslinie angeblich zwingend erforderlich ist – die Gastronomie betreiben dürfen. Weiterlesen

Der Frankfurter Sarrazin und die FNP

Bei der Kommununalwahl 2011 war der Chef der Freien Wähler in Frankfurt, Wolfgang Hübner, wieder mal negativ aufgefallen: „500 mal hat die rechtslastige politische Gruppierung im Stadtgebiet ein Plakat kleben lassen, auf dem es neben dem Schriftzug der Freien Wähler heißt: „Damit Frankfurt Sarrazin beherzigt.“ (Frankfurter Rundschau vom 9.3.2011)

Jetzt ist es sogar seiner eigenen Partei zuviel geworden. Nachdem Hübner behauptet hatte, die NSU-Morde würden „von verschiedenen Einwanderer-Lobbyisten in unverschämter Weise genutzt, um vom Staat zusätzliche materielle und ideelle Zuwendungen zu fordern“, (Süddeutsche Zeitung) hat der Vorsitzende der Freien Wähler Hubert Aiwanger den Parteiausschluss Hübners gefordert. Weiterlesen