Frankfurter Buchmesse 2014: Letzter Tag

Zu den großen Gewinnern dieser Buchmesse gehört der Hanser Verlag, in dem nicht nur die Bücher des diesjährigen Nobelpreisträgers Patrick Modiano erscheinen, sondern auch der Erzählband „Wir haben Raketen geangelt“ von Karen Köhler, die man zweifellos als einen der Stars dieser Buchmesse bezeichnen kann. Die Autorin, die mir bisher durch ihre Kindertheaterstücke bekannt war, absolvierte viele Messetermine und offensichtlich völlig unangestrengt. Bei einem Gespräch mit der „ZEIT“, wo sie dem Moderator beschied, gerade eine blöde Frage gestellt zu haben, musste sie lange über sich selber lachen. So sympathisch die Autorin ist, so wenig harmlos sind ihre Erzählungen.

Autorin von "Wir haben Raketen geangelt" Karen Köhler
Autorin von „Wir haben Raketen geangelt“ Karen Köhler

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Frankfurter Buchmesse 2014: Tag 3

Andreas Steinhöfel signiert
Andreas Steinhöfel signiert

Andreas Steinhöfel hat ein neues Buch geschrieben: Anders. Es sei nicht zu vergleichen mit den Rico und Oskar-Büchern, sagt er am ZEIT-Stand. Kein besonders sympathischer Typ sei Felix Winter, eher ein bisschen gruselig. „Ich wollte ein Kind zeigen, das fast daran zerbricht, dass die Erwachsenen die Welt nicht gut gestalten.“ Weiterlesen

Frankfurter Buchmesse 2014: Tag 2

Lutz Seiler bei SZ

Der diesjährige Preisträger des Deutschen Buchpreises Lutz Seiler hat sich nie als Roman-Schriftsteller, sondern immer als Dichter gesehen, erzählte er heute bei der Süddeutschen Zeitung. Zum Roman „Kruso“ hat ihn seine Frau motiviert: „Schreib doch mal 10 Seiten über die Hiddensee-Geschichte“, riet sie ihm. Daraus wurden 500 Seiten – preisgekrönt. Die Frankfurter Rundschau lobt den Roman als „eine kaum widerstehliche elegante, glasklare, immens unangestrengte Prosa“. (Link zur FR)
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Deutscher Buchpreis 2014: Shortlist

Heute vormittag hat die Jury die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2014 bekannt gegeben. Die sechs nominierten Autoren sind Thomas Hettche, Angelika Klüssendorf, Gertrud Leutenegger, Thomas Melle, Lutz Seiler und Heinrich Steinfest. Für die Hälfte der Autoren ist es keine Premiere: Hettche wurde bereits 2006 und 2010 nominiert, Klüssendorf und Melle waren schon 2011 auf der Auswahlliste des jährlich ausgelobten Preises, der erstmals 2005 vergeben wurde – jeweils zu Beginn der Frankfurter Buchmesse.

Nach Lektüre der Longlist-Leseproben ist mein Interesse außerdem an Ulrike Draesner und ihrem Roman „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ geweckt. Ich freue mich darauf, von einigen der nominierten Autoren während der Frankfurter Buchmesse Lesungen zu besuchen.

Römerberggespräche: „Wer hat Angst vor Uncle Sam?“

Das Internet ist für unsere Bundeskanzlerin bekanntlich noch Neuland, hinreichend bekannt ist ihr als ehemalige DDR-Bürgerin hingegen die flächendeckende Überwachung der StaatsbürgerInnen. Als durch Enthüllungen von Edward Snowden im Sommer bekannt wurde, dass durch die massive Überwachung amerikanischer Geheimdienste die Grundrechte der Deutschen verletzt werden, war Merkel das ziemlich schnuppe. Weiterlesen

Jugendliteraturpreis 2013

Am Freitag Abend wurde auf der Frankfurter Buchmesse der Jugendliteraturpreis vergeben. Den Sonderpreis für sein Gesamtwerk erhielt Andreas Steinhöfel.

Vor einigen Wochen war ich mit einem 11-jährigen Mädchen in Berlin und eine der „Sehenswürdigkeiten“, die wir unbedingt aufsuchen mussten, war die Dieffenbachstraße in Kreuzberg. Denn dort wohnten die Hauptpersonen aus Andreas Steinhöfels Roman „Rico, Oskar und die Tieferschatten“, der von der Freundschaft zwischen einem hochbegabten und einem tiefbegabten Jungen handelt. (Mehr über diesen Trip im Blog „Nice days in Frankfurt„) Diese besondere Geschichte einer Freundschaft wurde in den Bänden „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ und „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ weitererzählt und wird inzwischen verfilmt.

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Frankfurter Buchmesse 2013 – Tag 4

Heute war mein letzter Tag auf der Buchmesse. Zwar war das Gedränge in den Hallen mit den Publikumsverlagen so groß wie in den letzten Jahren (und das Ordnerpersonal an den Rolltreppen ebenso vermuckt), insgesamt habe ich aber das Gefühl, dass es dieses Jahr weniger Besucher waren. Ein Künstler, nach dem ich in den letzten Jahren regelmäßig Ausschau halte, wenn ich bei den Kunstbüchern bin, sagte heute, für ihn würde es sich kaum noch rentieren, nach Frankfurt zu fahren. Ein paar Stände weiter fanden allerdings die Buchkünstlerinnen, die sich zur Gruppe augen:falter zusammengeschlossen haben, regen Zuspruch und ihre bezaubernden Postkarten reißenden Absatz. Weiterlesen

Frankfurter Buchmesse 2013 – Tag 3

Okay, es ist vielleicht nicht besonders originell, aber es bot sich an, auch diesen Buchmesse-Tag mit Jakob Augstein zu beginnen. Meine Erkenntnis nach diesem etwa halbstündigen FAZ-Gespräch: Der intellektuell redliche Rainer Hank, Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und Buchautor, hält den Verleger Jakob Augstein, Autor von “Sabotage – Warum wir uns zwischen Demokratie und Kapitalismus entscheiden müssen ”, möglicherweise für einen Leichtfuß. Weiterlesen