Buchmesse 2015: Frauenbilder

Eindrücke vom Samstag der Frankfurter Buchmesse 2015

Antje Schrupp und Christiane Frohmann auf der Orbanism-Bühne

Antje Schrupp und Christiane Frohmann auf der Orbanism-Bühne

Die Qualität einer Veranstaltung misst sich an ihrem Frauenanteil – nicht nur darin waren sich heute die Journalistin und Bloggerin Antje Schrupp und die E-Book-Verlegerin Christiane Frohmann einig.

„Selfies sind super“, sagte Antje Schrupp heute beim Gespräch über „Frauenbilder in den Netzmedien“. Sie setzten den Frauenbildern in den „kuratierten Medien“ ein anderes, selbst inszeniertes Bild entgegen. Schrupp nennt Leute, die das Internet nur lesen, selbst aber nichts beitragen, provokant „Facebook-Schmarotzer“. Oft würden diese Nutzer sich selbst als bescheiden bezeichnen, als Menschen, die sich selbst nicht wichtig nehmen. Dem wolle sie widersprechen und sagen: Doch, ich interessiere mich für euch. Nur so könne man die Kluft zwischen Internet-Profis und Publikum aufheben.

Wir alle sollten die Angst vor dem schlechten Foto oder dem misslungenen Beitrag im Netz verlieren und uns locker machen, meinte auch Christiane Frohmann. Erst durch Erfahrung und Kritik werden wir mündige NetzbürgerInnen.

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Buchmesse 2015: Behr und mehr

Stefan Behr hat seine Gerichtsreportagen, die in der Frankfurter Rundschau erschienen sind, in Buchform veröffentlicht. Echte Frankfurter kennen die Texte natürlich schon, allen anderen sei das Buch empfohlen: Frankfurt – Kleinstadt des Verbrechens.

Stefan Behr (rechts) im Gespräch mit seinem FR-Kollegen Georg Leppert
Stefan Behr (rechts) im Gespräch mit seinem FR-Kollegen Georg Leppert

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Frankfurter Buchmesse 2015 beginnt

Meine Tipps für Tag 1:

Der Buchpreisträger Frank Witzel hat anstrengende Tage vor sich: Morgen wird er u.a. um 11 Uhr auf dem Blauen Sofa (Übergang Halle 5 & 6 ) mit Volker Weidermann und um 14 Uhr mit Christian Bungartz auf der ARD-Bühne zu sehen sein.

Thees Ullmann steht auf meinem Veranstaltungsplan für den ersten Buchmesse-Tag, nachdem Julia Schaaf kürzlich in der FAZ diesen Artikel (KLICK) veröffentlicht hat; Richard David Precht, der den ersten Band seiner auf drei Bände angelegten Geschichte der Philosophie vorgelegt hat (Erkenne die Welt) und Alina Bronsky sind ebenfalls zu Gast in Frankfurt und mehrfach während der Buchmesse zu sehen.

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Stephan Thome liest aus neuem Roman Gegenspiel

Zweieinhalb Jahre mussten wir warten, bis Stephan Thome einen neuen Roman geschrieben hat. Übermorgen erscheint „Gegenspiel“, der die Geschichte von Marie erzählt, die mit 18 Jahren Portugal verlässt und nach Berlin reist, um dort ein unabhängiges Leben zu führen – was Mitte der Siebziger für eine junge Frau kein leichtes Unterfangen war.

Zwei Termine führen Stephan Thome bei seiner Lesereise ins Rhein-Main-Gebiet: Am Sonntag, dem 25.1, liest er ab 11.30 Uhr in der Stadtkirche Darmstadt, am 27.1.2015 wird er ab 20 Uhr in der Frankfurter Romanfabrik aus seinem neuen Roman vorlesen. Alle Termine seiner Lesereise stehen hier (Klick)

( Ein aktueller Zeitungsbericht zu Stephan Thome hier: Klick

Hier geht es zu meinen Besprechungen von Stephan Thomes Romanen „Grenzgang“ und „Fliehkräfte“.)

Frankfurter Buchmesse 2014: Letzter Tag

Zu den großen Gewinnern dieser Buchmesse gehört der Hanser Verlag, in dem nicht nur die Bücher des diesjährigen Nobelpreisträgers Patrick Modiano erscheinen, sondern auch der Erzählband „Wir haben Raketen geangelt“ von Karen Köhler, die man zweifellos als einen der Stars dieser Buchmesse bezeichnen kann. Die Autorin, die mir bisher durch ihre Kindertheaterstücke bekannt war, absolvierte viele Messetermine und offensichtlich völlig unangestrengt. Bei einem Gespräch mit der „ZEIT“, wo sie dem Moderator beschied, gerade eine blöde Frage gestellt zu haben, musste sie lange über sich selber lachen. So sympathisch die Autorin ist, so wenig harmlos sind ihre Erzählungen.

Autorin von "Wir haben Raketen geangelt" Karen Köhler
Autorin von „Wir haben Raketen geangelt“ Karen Köhler

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Frankfurter Buchmesse 2014: Tag 3

Andreas Steinhöfel signiert
Andreas Steinhöfel signiert

Andreas Steinhöfel hat ein neues Buch geschrieben: Anders. Es sei nicht zu vergleichen mit den Rico und Oskar-Büchern, sagt er am ZEIT-Stand. Kein besonders sympathischer Typ sei Felix Winter, eher ein bisschen gruselig. „Ich wollte ein Kind zeigen, das fast daran zerbricht, dass die Erwachsenen die Welt nicht gut gestalten.“ Weiterlesen

Frankfurter Buchmesse 2014: Tag 2

Lutz Seiler bei SZ

Der diesjährige Preisträger des Deutschen Buchpreises Lutz Seiler hat sich nie als Roman-Schriftsteller, sondern immer als Dichter gesehen, erzählte er heute bei der Süddeutschen Zeitung. Zum Roman „Kruso“ hat ihn seine Frau motiviert: „Schreib doch mal 10 Seiten über die Hiddensee-Geschichte“, riet sie ihm. Daraus wurden 500 Seiten – preisgekrönt. Die Frankfurter Rundschau lobt den Roman als „eine kaum widerstehliche elegante, glasklare, immens unangestrengte Prosa“. (Link zur FR)
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