Krisenzeiten 5

„Wir haben nicht damit gerechnet, aus Machtarroganz, aus kapitalistischer Überlegenheitsarroganz, aus Durchsetzungsarroganz: Kapital schafft alles – auch Viren, und deshalb keine Vorsorge getroffen, an Schutzkleidung, Masken, etc.“ (Bazon Brock im dlf-Podcast „Optimisten sind Volksverdummer“: KLICK)

Denkt ihr öfter als früher an den Tod? An Euren oder an den Eurer Angehörigen? Denkt Ihr: Mist, ich wollte doch noch Delfine in Freiheit sehen? Oder, wenn das rum ist, gehe ich jede Woche dreimal ins Restaurant? Und, sobald ich darf, fahre ich ans Meer?

Meine Nachbarn haben gestern eine Grillparty veranstaltet, circa 12 Leute, direkt neben der Straße auf dem Autostellplatz war der lange Tisch aufgebaut. Vier, fünf Stunden dauerte die Fete, wer es nicht sah, roch den Rauch und den Spiritus. Hastig vom Balkon genommene Wäsche. Zweihundert, dreihundert Leute haben das mitbekommen, Nachbarn, Vorbeigehende, -fahrende und -radelnde, keiner rief die Polizei. Was sagt das aus über die Leute in einem Stadtteil, wo doch fast jeder jeden kennt? Die Gastgeber der Fete wohnen noch nicht lange hier, ungewohnt das demonstrative „Eure Regeln sind nicht unsre Regeln“.

Ich hab die Schnauze voll. Verdoppelungszeit, Basisreproduktionszahl, Apps, Studien, eitle Experten (nein, nicht Drosten) und „Wie man aus fast nichts Hefe herstellt“.

Wann hört das auf?

3 Gedanken zu “Krisenzeiten 5

  1. Stephan Jaeger 14. April 2020 / 16:00

    Das Durchschnittsalter von Lehrer in NRW ist hoch und absehbar nicht arbeitsfähig.

  2. NonPC 17. April 2020 / 09:52

    Lebbe geht weider

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