Traffiq hat’s verbockt: Verzögerung des S 6-Ausbaus

Heute erschien in der Frankfurter Neuen Presse ein Artikel zum Ausbau der Main-Weser-Bahn. Die S6 zwischen Bad Vilbel und Frankfurt soll durch den Ausbau die dringend notwendigen eigenen Gleise bekommen. Die Fertigstellung verzögere sich u.a. durch den Protest von Harheimer BürgerInnen gegen die abrupte Nidda-Brückensperrung, so die DB. (Genaueres zu unserem Protest hier: KLICK)

Zu diesem Artikel der FNP (S6-Ausbau wird erst ein Jahr später fertig)
habe ich heute folgenden Leserbrief geschrieben (weil manchmal braucht’s mehr Reichweite).

Traffiq hat‘s verbockt

In Ihrem Artikel zitieren Sie die Deutsche Bahn, die als Begründung für die verzögerte Fertigstellung des S6-Ausbaus Anwohnerproteste angibt: „So seien Schlüsselprojekte wie der Neubau der Harheimer Brücke wegen langer Debatten mit Anwohnern und Politik erst später realisierbar geworden als es nötig gewesen wäre.“

Hier muss einiges richtig gestellt werden. Nicht die Harheimer BürgerInnen sind schuld an der Verzögerung sondern Traffiq.

Als Ausbaubefürworterin bin ich daran interessiert, dass die Belastungen für die Anwohner möglichst gering bleiben. Deshalb habe ich mit anderen Harheimer BürgerInnen bereits am 30.10.2018 die Bürgerstunde des Verkehrsausschusses besucht (die FNP berichtete), um zu klären, wie wir während der geplanten Nidda-Brücken-Sperrung den S-Bahnhalt Berkersheim erreichen können. An diesem Abend sagte uns der Verkehrsdezernent Klaus Oesterling zu, dass es ca. 400 Meter entfernt eine Ersatzfußgängerbrücke geben wird: „Ohne Ersatzbrücke keine Brückenschließung“.

Fast ein Jahr später, am 9. Oktober 2019 und drei Tage vor Ende der Herbstferien, hing ein Aushang in den Bussen der Linie 25, dass die Linie ab 14.10.2019 nicht mehr verkehren würde, weil die Nidda-Brücke gesperrt würde. Weder war bis dahin eine Ersatzbrücke gebaut, noch gab es einen Ersatzverkehr für die Pendler und SchülerInnen. Man kann das nur als höchst unprofessionell und als ein planerisches und kommunikatives Desaster bezeichnen.

„Was kümmern mich die Versprechen des Verkehrsdezernenten und die Belange der Fahrgäste“ dachte sich wohl traffiq. Nach Protesten aus Harheim wurde schließlich die Sperrung verschoben und ein Ersatzverkehr geplant.

Die dadurch entstehende Verzögerung wäre nicht notwendig gewesen, wenn traffiq ihren Aufgaben als Nahverkehrsdienstleister gerecht geworden wäre.

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