Fußgänger runter vom Gehweg! – Verkehrswende à la Frankfurt

Eine kurze Pause über Weihnachten und schon war die Schilderkolonne des Amtes für Straßenbau und Erschließung (ASE) wieder im Einsatz. Radwegbeschilderung in Harheim montieren, so lautete der Auftrag. Radfahrende finden in Harheim nun 29 grün-weiße Wegweiser und 28 Zwischenwegweiser. 16 Schilderpfosten wurden eigens hierfür gesetzt, aber auch bestehende Pfosten wurden verwendet. „Jetzt können Radfahrende sich auch hier in Harheim besser orientieren und Ziele im Umland sowie dem Stadtzentrum ansteuern“, sagt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. (…)
Die Leiterin des ASE, Dipl.-Ing. Michaela Kraft, bekräftigt: „Es greift ein Rad ins Andere, so dass wir zügig vorankommen. Wir planen vorausschauend, so dass wir immer mindestens die Schilder für den nächsten Stadtteil schon vorrätig haben, um direkt weitermachen zu können.“
(zitiert aus radfahren-ffm)

Ich habe heute früh einen kurzen Spaziergang durch meinen Stadtteil gemacht und konnte es nicht fassen. Alle neuen Schilder stehen auf Gehwegen, sie machen die Nutzung für Rollatornutzer und Kinderwagenschieber unmöglich, zerstören offizielle Schulwege von Grundschulkindern, sind zum Teil nur 20 Meter voneinander entfernt und scheinen Radfahrer für eine unterbelichtete Spezies zu halten.

Das juckt doch das Straßenbauamt nicht, dass dieser Gehweg im offiziellen Schulwegplan eingezeichnet ist. Sollen sich die Grundschüler doch mit dem Auto fahren lassen!

Allein auf 300 Meter der Straße Hermannspforte hat die Stadt 6 Schilder auf Gehwegen installiert

Wo es keinen richtigen Gehweg gibt, kann man auch noch ein weiteres sinnloses Schild falsch aufstellen (vorne im Bild)
Mein Lieblingsschild: So kann man den Weg zum ÖPNV auch verbauen, in dem Leute mit Rollator und Kinderwagen nur noch unter Lebensgefahr die Bushaltestelle auf der Hauptstraße erreichen können.
Das Schild ist neu (1)
Und diese Schilder waren schon da, hat man aber vergessen zu entfernen
Keine Sorge, die nächsten beiden Schilder folgen in 20 und 40 Metern.
Nur 20 Meter weiter geradeaus steht das nächste Radwegschild. Es gibt ja auch viel zu wenig Schilder im Dorf.

2 Gedanken zu “Fußgänger runter vom Gehweg! – Verkehrswende à la Frankfurt

  1. Sebastian 30. Januar 2020 / 13:55

    Das geht etwas durcheinander zwischen der neu fest installierten Radwegweisung (grün-weiße Schilder an festen Masten) und den temporären Umleitungsschildern wegen der gesperrten Niddabrücke, die vermutlich irgendeine Baufirma im Auftrag der DB aufgestellt hat (aber genehmigt/angeordnet durch die Stadt). Das Gute: Diese sind früher oder später wieder weg. Sonst inhaltlich natürlich völlig richtig – und auch temporär eine Frechheit, die mit etwas Hirnschmalz anders zu lösen gewesen wäre.

  2. Carmen 30. Januar 2020 / 14:06

    Danke für den Hinweis. Die Unterschiede habe ich nicht registriert, mir geht es vor allem um den ohnehin zu geringen Platz für Fußgänger in meinem Stadtteil. Wenn die Gehwege nicht zugeparkt sind, steht jetzt ein Schild drauf 😦

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