Buchmesse 2015: Frauenbilder

Eindrücke vom Samstag der Frankfurter Buchmesse 2015

Antje Schrupp und Christiane Frohmann auf der Orbanism-Bühne

Antje Schrupp und Christiane Frohmann auf der Orbanism-Bühne

Die Qualität einer Veranstaltung misst sich an ihrem Frauenanteil – nicht nur darin waren sich heute die Journalistin und Bloggerin Antje Schrupp und die E-Book-Verlegerin Christiane Frohmann einig.

„Selfies sind super“, sagte Antje Schrupp heute beim Gespräch über „Frauenbilder in den Netzmedien“. Sie setzten den Frauenbildern in den „kuratierten Medien“ ein anderes, selbst inszeniertes Bild entgegen. Schrupp nennt Leute, die das Internet nur lesen, selbst aber nichts beitragen, provokant „Facebook-Schmarotzer“. Oft würden diese Nutzer sich selbst als bescheiden bezeichnen, als Menschen, die sich selbst nicht wichtig nehmen. Dem wolle sie widersprechen und sagen: Doch, ich interessiere mich für euch. Nur so könne man die Kluft zwischen Internet-Profis und Publikum aufheben.

Wir alle sollten die Angst vor dem schlechten Foto oder dem misslungenen Beitrag im Netz verlieren und uns locker machen, meinte auch Christiane Frohmann. Erst durch Erfahrung und Kritik werden wir mündige NetzbürgerInnen.

Monique Schwitter
Monique Schwitter

„Eins im Anderen“ von Monique Schwitter ist auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2015. Ihr Vortrag heute auf der Leseinsel der unabhängigen Verlage war ein Highlight meiner diesjährigen Buchmesse. Eine spannende und witzige Story, gekonnt vorgetragen von der Autorin, die auch Schauspielerin ist.

Heinz Helle
Heinz Helle

Auch Heinz Helle wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert. Geschichte und Atmosphäre seines Romans „Eigentlich müssten wir tanzen“ erinnert an „Die Wand“ von Marlen Haushofer, eines meiner Lieblingsbücher. Was bleibt an Menschlichkeit, wenn eine allumfassende Katastrophe passiert? Es ist sicher interessant, diesen Roman als spätes und männliches Pendant zu Haushofers großem Roman zu lesen.

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2 Gedanken zu “Buchmesse 2015: Frauenbilder

  1. jtaelling 17. Oktober 2015 / 18:55

    Interessante Ansichten,die da geäußert wurden.

  2. Carmen 18. Oktober 2015 / 15:19

    Für Mütter von Teenagern, die den halben Tag auf Instagramm unterwegs sind, hatten die beschwichtigenden Aussagen der Fachfrauen auch etwas sehr Beruhigendes…

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