Glücklich ohne Überwachung

Nein, viel los war gestern in Frankfurt bei der Demo „Glücklich ohne Überwachung“ nicht. Der Termin stand lange fest, Flugblätter über die Frankfurter Demo wurden schon Ende August in Berlin bei der Freiheit statt Angst-Demo verteilt. Danach hatte ich nichts mehr über die Planungen gehört. So ging es wohl den meisten, die zwar bereit sind, gegen Überwachung auf die Straße zu gehen, aber nicht zum Inner Circle der Piraten gehören. Nachdem ich morgens per Twitter an die Demo erinnert wurde, „überredete“ ich meine Teenie-Tochter auf dem Weg in die Stadt wenigstens ne halbe Stunde bei der Demo mitzulaufen.

GoÜ 20141101 Demozug

Es waren nicht mehr als Hundert Leute: Außer den Piraten ein paar Linke, ein Spaßmacher von „Die Partei“ und Vertreterinnen eines Prostituierten-Verbands.

GoÜ 20141101 Demo

So kann es einer Bewegung gehen, die ihre prominenten Mitglieder rausekelt und sich „aus einem Zoo liebenswerter Spinner“ in ein Rudel Hyänen verwandelte, „in welchem der eine dem andern nicht das Mark im Knochen gönnte“ (so Leo Fischer in seinem Artikel „Das kann weg“ vom 1.11.2014)

Ein paar „liebenswerte Spinner“ gibt es noch bei den Piraten:

GoÜ 20141101 AngieHasi

aber als Motor einer gesellschaftlichen Bewegung können wir die Piraten wohl vergessen.

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4 Gedanken zu “Glücklich ohne Überwachung

  1. Stephan Jaeger 2. November 2014 / 17:58

    Der Blog „Die Ruhrbarone“ finden Piraten und FDP gut.
    Es wird langsam verwirrend, weil Ruhr-Hausbesetzer (Indys) und freie Künstler
    „freigeistige Parteien“ gut finden aber die Soziale-Frage blenden Sie dabei aus.
    Die neoliberalen Grüne werden aber als vermeintliche „Linke“ bekämpft.

  2. Carmen 2. November 2014 / 18:16

    Alles furchtbar unübersichtlich 😉
    So banal es klingt: Letztlich sind es Menschen, die Politik machen. Bei den Grünen gibt es auch tolle Leute, zB Sven Giegold, der allerdings auch als links gilt.
    Wie irgendwie die meisten gute Leute links sind, oder? 🙂

  3. Stephan Jaeger 3. November 2014 / 16:43

    Passt irgendwie dazu:
    Karen Duve hat Ihr neues Buch auf DR-Kultur DLF und 3-Sat vorgestellt,
    und ich hörte ein Autorengespräch – ganz naiv.
    Doch der Spiegel-Online Redakteur Georg Diez hat wie ein Staatsanwalt,
    alles wörtlich genommen und war entsetzt in seinen Kommentar.
    Braunes Gedankengut clever verkauft oder was machtt Fr. Duve.

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