Frankfurter Buchmesse 2014: Tag 2

Lutz Seiler bei SZ

Der diesjährige Preisträger des Deutschen Buchpreises Lutz Seiler hat sich nie als Roman-Schriftsteller, sondern immer als Dichter gesehen, erzählte er heute bei der Süddeutschen Zeitung. Zum Roman „Kruso“ hat ihn seine Frau motiviert: „Schreib doch mal 10 Seiten über die Hiddensee-Geschichte“, riet sie ihm. Daraus wurden 500 Seiten – preisgekrönt. Die Frankfurter Rundschau lobt den Roman als „eine kaum widerstehliche elegante, glasklare, immens unangestrengte Prosa“. (Link zur FR)

Maria Stoy von Unicef über 25 Jahre Kinderrechte
Maria Stoy von Unicef über 25 Jahre Kinderrechte

Die UN-Kinderrechtskonvention feiert ihr 25. Jubiläum. Doch nie hatte Unicef so viele Notfälle wie heute, erläutert Maria Stoy, und betont: „Es gibt kein feindliches Kind.“ (Link zu Unicef)

Im Lesezelt: Julian Nida-Rümelin im Gespräch mit Ralf Caspary
Im Lesezelt: Julian Nida-Rümelin im Gespräch mit Ralf Caspary

Julian Nida-Rümelin stellt sein Buch „Der Akademisierungswahn“ vor. Darin lobt er die duale Ausbildung, die sich in den vergangenen Jahrzehnten bewährt hat und kritisiert die überhöhte Akademikerquote. Am Beispiel der Architektur zeigt er, wie hohe Studienzahlen, die auf dem Markt nicht nachgefragt werden, nicht nur zu Arbeitslosigkeit sondern auch zur Verdrängung von Ausbildungsberufen wie dem des technischen Zeichners führen. In vielen Berufen sei überdies der Einsatz von theorielastigen Akademikern eher hinderlich.

Ich stimme dem zu, allerdings befürchte ich, dass weniger Akademiker auch weniger begabte Arbeiter- und Migrantenkinder an der Uni bedeuten würden. Bürgerliche und wohlhabende Eltern würden ihre Anstrengungen verstärken, mittels Nachhilfe, Privatschulen und Internaten auch ihre weniger begabten Kinder auf eine Universität zu schicken. Eine dahingehende Frage heute im Lesezelt konnte Nida-Rümelin nicht befriedigend beantworten.

Auf dem Blauen Sofa: Autor Thomas Melle und Moderator Hans Dieter Heimendahl
Auf dem Blauen Sofa: Autor Thomas Melle und Moderator Hans Dieter Heimendahl

„Soll man ihre Romane über Außenseiter und Gestrandete politisch lesen?“, fragte Moderator Hans Dieter Heimendahl. „Gerne“, antwortete Thomas Melle. „Die Literatur steht nicht über irgendwelchen Unterschichten“.

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