Wechselszenario von G8 zu G9 in Hessen

Heute hat das Hessische Kultusministerium mitgeteilt, wie das Szenario in den G 8-Gymnasien aussehen soll, um auch einen Wechsel der 5., 6. und 7. Klassen zur verlängerten Schulzeit zu ermöglichen:

Zeitliche Organisation der gymnasialen Oberstufe (G8/G9) – Wechsel mit bestehenden Jahrgängen – notwendige Beschlüsse, zu beteiligende Gremien: Szenario G8G9 Zeitplan des HKM

Wie man dem Ablaufplan entnehmen kann, erfolgt die anonymisierte Befragung der Eltern erst fast am Ende des Prozesses. Das heißt, wie in meinem Artikel Rückkehr zu G9 in Hessen: Wie, was, wer? beschrieben, wird vorab von den Gremien anhand eines schwer einzuschätzenden Elternwillens entschieden, welche Jahrgänge wechseln könnten – unter recht wahrscheinlichen Umständen ist das nach der Befragung alles Makulatur. Dieses Szenario ist für alle Beteiligten eine Zumutung.

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2 Gedanken zu “Wechselszenario von G8 zu G9 in Hessen

  1. Carmen 19. März 2014 / 07:59

    Der Stadteltternbeirat Frankfurt hat das Rückkehr-Szenario zu G 9 für 5. bis 7. Klassen ebenfalls kritisiert. Er befürchtet, dass es in den einzelnen Klasse nicht zum erhofften Schulfrieden, sondern zu Konfrontationen kommt. In einem Beitrag in der FAZ erläutert der Elternbeirat, wie entschieden werden muss, wenn keine Einstimmigkeit zustande kommt:

    „Nur wenn alle Eltern einstimmig die längere Gymnasialzeit wünschen, kann die Schule sie für diesen Jahrgang einführen. Gibt es mindestens einen G8-Wunsch, aber nicht mehr als 15 Stimmen für die kürzere Schulzeit, muss der ganze Jahrgang dabei bleiben. Sollten sich 16 oder mehr Eltern für G8 aussprechen, kann für die Kinder eine separate Klasse eröffnet werden, wenn der Beschluss der Schulkonferenz das vorsieht. Zuvor muss allerdings abgewartet werden, ob die 16 Eltern, die sich anonym für G8 geäußert haben, ihr Kind auch tatsächlich in der G8-Klasse anmelden. Wenn nicht, bleibt wiederum der ganze Jahrgang bei G8.“ („Stadtelternbeirat: G9-Option führt zu Streit in den Schulen“, FAZ vom 19.3.2014)

    Die Schulen brauchen dann natürlich auch mehr Lehrer und mehr Räume. Wer trägt die Kosten für die Umbaumaßnahmen? Was passiert mit Wiederholern einer G8 Klasse, müssen die Schüler zwei Jahre länger zur Schule gehen, wenn es nur noch G 9-Klassen gibt?

    Es wird also zumindest das nächste halbe Jahr extreme Unsicherheit in allen 5., 6. und 7. Klassen geben. Wahrscheinlich wissen wir erst nach den Sommerferien, ob es neue Klassenzusammensetzungen gibt. Für BFFs (Best friends forever) kommen harte Zeiten.

  2. Carmen 9. April 2014 / 07:00

    Jubel bei den meisten BFFs: Die bestehende Jahrgänge der 5., 6. und 7. Klassen der Frankfurter Gymnasien Ziehenschule, Liebigschule, Wöhlerschule und Riedberg-Gymnasium bleiben bei G 8.

    Die Gesamtkonferenzen dieser Schulen haben den o.g. Prozess verkürzt, in dem sie die Rückkehr zu G 9 für bestehende Jahrgänge aus pädagogischen und organisatorischen Gründen abgelehnt haben. Zermürbende Streitigkeiten in der Elternschaft und getrennte Klassen bleiben diesen also erspart. Nicht jedoch die kommenden anstrengenden Schuljahre. Aber jammern gehört ja auch dazu 😉 .

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