GroKo verhindern: Meine persönliche Enttäuschung

Sigmar Gabriel kann mich nicht enttäuschen, so wenig wie Peer Steinbrück. Ich kann für Machos einfach nicht genügend Interesse und Empathie aufbringen. Wer Gabriel am Donnerstag im „Gespräch“ mit Heute-Journal-Moderatorin Marietta Slomka gesehen hat, weiß mehr über die Befindlichkeiten des SPD-Parteivorsitzenden als er wissen möchte. Und dass Steinbrück ihm zur Seite gesprungen ist („Ich kann mich an ein Interview im Wahlkampf mit Frau Slomka erinnern, das mir äußerste Disziplin und Höflichkeit abverlangt hat“) macht es nicht besser. Eitle Kerls halt, die streitbaren Frauen nicht auf Augenhöhe begegnen können.

Enttäuscht bin ich von Karl Lauterbach.

„Seit 2009 hat die schwarz-gelbe Koalition in der Gesundheitspolitik mit dem Pfad der Solidarität gebrochen und Paradigmenwechsel eingeleitet. Vor allem die Festschreibung der Arbeitgeberbeiträge und die Einführung von Kopfpauschalen greifen den solidarischen Kern der Krankenversicherung an und gefährden die Chancengleichheit im Gesundheitssystem“, kritisierte Lauterbach in seinen Konzept zur Bürgerversicherung.

Auf ihn habe ich Hoffnungen gesetzt. Der Koalitionsvertrag von SPD und CDU jedoch schreibt fest: Die Arbeitgeberbeiträge bleiben eingefroren, es wird auch zukünftig keine Beitragsparität geben. „Geräuschvoll gesprungen, aber als Bettvorleger gelandet“, schreibt der Tagesspiegel – ein Schicksal, dass in der Großen Koalition wohl der gesamten SPD-Führungsriege bevorsteht.

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