GroKo verhindern: Wir sind nicht klein!

„Dies ist ein Vertrag für die kleinen und fleißigen Leute“. (Sigmar Gabriel in der Pressekonferenz bei der Vorstellung der Koalitionsverträge am 27.11.2013)

Mit diesem Satz hat der SPD-Vorsitzende gestern das rudimentäre Wohlwollen verspielt, dass ich den SPD-Bemühungen um eine Regierungsbeteiligung noch entgegenbringen konnte. Da ich weder klein noch fleißig im Sinne der SPD bin, darf ich also von dieser Koalition nichts erwarten.

Alles, was mich von der SPD eines Sigmar Gabriel trennt, steckt in diesem Satz: Die Vorstellung des Wählers als kleiner Mann, der die da oben machen lässt und sich höchstens am Stammtisch über Politik äußert. Der ein „normales“ Leben führt, im Sinne von fester Job in Vollzeit, Autofahrer, Biertrinker, Fußballfan, Gewerkschafter, auf jährliche Gehaltserhöhung pochend.

Juli Zeh hat im Gespräch mit Herfried Münkler und Hamed Abdel-Samad auf den neuen Typ Arbeiter hingewiesen, dem diese SPD offenbar nichts zu bieten hat:

„Es gibt im 21. Jahrhundert einen neuen Typus von Arbeit und deshalb auch einen neuen Menschentyp. Das sind Leute mit einem neuen Weltbild, die ihr Leben, sich selbst und ihre politischen Erwartungen anders definieren, nämlich stark individualistisch.”

Die Rede ist von den Soloselbständigen oder Freiberuflern. Dabei handelt es sich immerhin um mehrere Millionen Menschen, die überwiegend freiwillig nicht mehr in Festanstellung leben. “Das sind Menschen mit einem sehr hohen Freiheitsbedüfnis. Für die könnte man Politik machen.“ (weiterlesen in „Carmens Wahlomat 6: Demokratie 2.0“)

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