Praktikum in der Eso-Apotheke

Ich bin heute auf eine sehr interessante Seite gestoßen: Cloudpharming. Die Pharmaziestudentin Claudia Graneis berichtet in diesem Blog über ihr Undercover-Praktikum in einer esoterischen Apotheke, wie es sie ja überall inzwischen gibt (auch die einzige Apotheke in meinem Frankfurter Stadtteil hat sich auf Globuli und Co. spezialisiert). Freundliche Menschen verkaufen in dieser Apotheke Hilfe suchenden Kunden Mittelchen aus der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM) mit Zutaten wie „Drachenknochen“ (versteinerte Säugetierknochenfragmente), Muschelschalen, zerhackte Zikaden, Skorpionbestandteile und Fledermauskot.

Der Spiegel hatte in einer seiner letzten Ausgaben darüber berichtet, das Yoga keineswegs eine uralte indische Geisteslehre ist, sondern eine Erfindung der westlichen Moderne (siehe rpi). Auch für TCM gilt das:

Die als „Jahrtausende alte Erfahrungsmedizin“ verkaufte Heilslehre aus Fernost ist in Wirklichkeit höchstwahrscheinlich ein geschickter Marketingszug, der vor allem in der Mao-Ära entstanden ist und seitdem erfolgreich im Westen beworben wird. Man darf davon ausgehen, daß die chinesische Regierung und auch einige Wirtschaftszweige an diesem prestigeträchtigen Geschäft nicht uninteressiert sind. TCM, wie wir sie heute in Europa verstehen, umfaßt hauptsächlich Akupunktur, einige Formen der Massage und Bewegungsübungen sowie die „Arzneitherapie“. Weiterlesen im Blog Cloudpharming.

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