Zum Ausbau der Main-Weser-Bahn – S6

„Wir ermutigen Menschen, laut zu sein und sich zu empören. Vielleicht sollten wir sie auch ermutigen, sich vorher zu informieren, worum es geht.“ (Marina Weisband, Piratin, im Kurznachrichtendienst Twitter)

Nein, es handelt sich beim Ausbau der Main-Weser-Bahn nicht um ein zweites Stuttgart 21, auch nicht um ein „von Kommerz und Lobbyismus“ getriebenes Projekt, wie die Bürgerinitiative Bahnane auf ihrer Homepage schreibt, und auch nicht um Steuergeldverschwendung, damit „ein paar Friedberger schneller nach Frankfurt kommen“, wie Ingrid Häußler von der BI „2 statt 4“ gestern Abend bei der Info-Veranstaltung der Deutschen Bahn zynisch behauptete.

Beim Ausbau der Main-Weser-Bahn geht es darum, dass die S6 von Frankfurt nach Friedberg, im 1. Bauabschnitt bis Bad Vilbel, eigene Gleise bekommt. Bisher, das heißt seit 1978, muss sich die S-Bahn die Gleise auf der viel befahrenen Strecke mit schnelleren Zügen teilen, die Vorfahrt haben. Die Verspätungen sind deshalb legendär und führen u.a. dazu, dass viele Menschen mit dem Auto nach Frankfurt fahren und die Schadstoffe auf der Friedberger Landstraße in die Höhe treiben. Das Infrastrukturprojekt „Ausbau der Main-Weser-Bahn“ wurde deshalb von allen Frankfurter Verkehrsdezernenten befürwortet und vorangetrieben.

Während des Ausbaus wird es laut werden, es wird Baustellenverkehr und Eingriffe in die Natur geben – und es wird Jahre dauern, bis das Projekt realisiert ist. Deswegen haben die Anwohner Angst und sorgen sich um ihre Lebensqualität, wer könnte es ihnen verdenken.

Bei der Veranstaltung im Haus Nidda in Bonames, wo gestern Abend über den Ausbau informiert wurde, hatte die Deutsche Bahn einen schweren Stand. Gisbert Brauner (DB) betonte mehrfach, dass es bei dem Vorhaben ausschließlich um den Personenverkehr und nicht um den Güterverkehr geht. Das glaubte aber kaum einer im Saal. Denn längst haben die Bürgerinitiativen erkannt, dass die AnwohnerInnen besser zu mobilisieren sind, wenn man die Angst vor mehr lauten Güterzügen nach dem Ausbau schürt.

Es wäre richtig und mutig, wenn sich die Frankfurter Verkehrspolitiker, die sich für den Ausbau stark gemacht haben, den Sorgen der Menschen stellten und auf die Vorteile des Projektes hinwiesen. Von den Anwohnern aber ist zu hoffen, dass sie aus dem „Kiez ihrer Betroffenheit“ herausfinden.

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20 Gedanken zu “Zum Ausbau der Main-Weser-Bahn – S6

  1. Jan F. Wagner 24. März 2013 / 20:01

    Guten Abend.
    Ich hoffe, Sie sind nicht allzu von der Bahn enttäuscht, wenn die Güterzüge Sie in Berkersheim nachts wecken und auch wach halten. Ich weiß nicht, ob Sie auf der „Infoveranstaltung“ der Bahn waren, aber falls ja, hätten Sie erfahren, dass die Bahn die Kosten für das Projekts nicht beziffert hat.
    Außerdem hat RMV bestätigt, dass weder mehr S-Bahnen fahren werden noch wird der Takt geändert. Es stellt sich also die Frage, inwieweit der Ausbau der S6 nützt. Die Antwort ist: fast gar nicht, denn der wahre Zweck des Ausbaus ist die Schaffung einer Güterzugmagistrale.

    Als Journalistin sollte das Sie interessieren.

    Schöne Grüße, JFW

  2. Carmen 24. März 2013 / 20:17

    Ich war auf der Info-Veranstaltung und kenne die Argumente beider Seiten.
    Nach Abwägung der verschiedenen Positionen stehe ich – wie der ökologische Verkehrsclub Deutschland VCD – weiterhin auf der Seite des ÖPNV, d.h. ich bin für den Ausbau der Main-Weser-Bahn.

    Die umweltfreundlichen Verkehrsteilnehmer, die seit Jahrzehnten einen beträchtlichen Teil ihres Lebens damit verbringen, auf die verspätete S6 zu warten, haben keine lautstarke Bürgerinitiative mit Pressesprecher hinter sich, deshalb aber nicht weniger Rechte als Sie und ihre Nachbarn.

  3. Jan F. Wagner 24. März 2013 / 21:03

    Danke für Ihren Kommentar. Ich versuche es zum letzten Mal: Erstens ist der VCD keine Referenz; sie hat keine Ahnung vom Ausbau. Als Journalist habe ich dies bereits festgestellt. Zweitens ist die S6 laut dem RMV (fragen Sie als Journalistin nach) zu 96% pünktlich. Und drittens können Sie gerne den Lügen über einen S-Bahn-Ausbau glauben. Aber dann bitte keine Beschwerden nachdem Sie realisieren, dass die Bahn (und die Politik) Sie belogen haben und Sie nachts nicht schlafen können. Ich wünsche Ihnen eine stille Nacht, JFW

  4. Carmen 24. März 2013 / 21:20

    Das ist witzig, das Sie in meinem Blog einen Satz mit der Drohung „Ich versuche es zum letzten Mal“ beginnen. Was sind Sie nochmal von Beruf?

    Hätten Sie den Rednern bei der Info-Veranstaltung zugehört, wüssten Sie, dass die DB Verspätungen auf dieser Strecke erst ab 6 Minuten überhaupt zählt. Pünktlich im Sinne von fahrplanmäßig ist fast keine S6 in der Hauptverkehrszeit. Die Verspätungen summieren sich übrigens bis Innenstadt Frankfurt häufig auf 15 Minuten, wer dann seinen Anschluss nach Offenbach oder Darmstadt oder Wiesbaden verpasst, braucht oft doppelt so lange zum Arbeitsplatz als nach Fahrplan.

    Solche Zustände würde sich kein Autofahrer gefallen lassen, der hätte längst eine Bürgerinitiative zur Öffnung des Seitenstreifens gegründet.

  5. Eschersheimer 9. April 2013 / 11:32

    Es ist schade, dass die ideologische Einstellung pro Bahn in diesem Fall nicht hinterfragt wird.
    Wenn Sie in Bonames waren, dann haben Sie auch gehört:
    „Es fährt keine S6 mehr am Tag!“ (Nur pünktlicher!?)
    „Wir können noch nichts zu den tatsächlichen Kosten sagen!“ (Diese sind aber für die Kosten-nutzen Relation bei öffentlichen Projekten eminent wichtig, ansonsten darf kein Steuergeld verschwendet werden!)

    Zum Thema Kaltluftschneise sah man nur leere Gesichtsausdrücke.

    Was ist das für einen Planung, die so wenig Nutzen zum genannten Ziel S6-Ausbau hat und so viele Nachteile, wie z.B. die Verschandelung und Belärmung des Grüngürtels.

  6. Carmen 9. April 2013 / 13:15

    Ich weiß nicht, was eine ideologische Einstellung pro Bahn ist, aber ich weiß, dass die meisten Gegner des S-Bahn-Ausbaus Autofahrer sind. Deshalb sind die ökologischen Argumente der Gegner nicht besonders glaubwürdig.

    Ich jedenfalls gönne dem ÖPNV-Nutzer der Zukunft, dass er weniger unter den Verspätungen der S6 leidet, als die Generation davor.

    P.S. Ich habe in Ihrem Kommentar den Satz mit der Bestechung entfernt, da diffamierende Äußerungen in Blogs strafrechtlich ebenso relevant sind, wie an jedem anderen öffentlichen Ort.

  7. Carmen 17. Oktober 2013 / 14:42

    Der noch amtierende hessische Verkehrsminister Florian Rentsch will die Finanzierung des viergleisigen Ausbaus der S-Bahn-Strecke von Frankfurt nach Bad Vilbel sichern. Wie die Frankfurter Rundschau schreibt, wird das Land Hessen einspringen, wenn die einkalkulierten Bundesgelder ausbleiben. Dies könnte passieren, wenn die Klagen der Anwohner den Baubeginn weiter verzögern.

  8. Beate Giersbach 22. Oktober 2013 / 21:43

    Das alle Gegner Autofahrer sind ist schlicht falsch, ich kenne einige s6 Nutzer, die verstanden haben, worum es wirklich geht, zudem mit den Plänen zum Ausbau im Süden inzwischen klar ist, wo der Hase lang läuft. Auch der deutlich zu niedrig gerechnete Lärmschutz, komplett fehlender erschütterungsschutz und die jetzt bekannten Pläne, Züge vom Rheintal über die Main-Weser-Bahn umzuleiten, sprechen wirklich eine deutliche Sprache. Bitte machen Sie sich doch mit den objektiven Fakten vertraut.

  9. Carmen 23. Oktober 2013 / 08:03

    Die S-Bahn-Nutzer in Ihrer Bürgerinitiative kennen dann ja auch die täglichen Verspätungen auf der S6-Strecke und die Notwendigkeit des Ausbaus. Gerne zitiere ich an dieser Stelle den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Römer und Verkehrsexperten Klaus Oesterling:

    „Endlich können die Pendler aus der Wetterau auf eine Verbesserung der Situation hoffen. Außerdem werden durch den Ausbau zusätzliche Kapazitäten für den Regionalverkehr aus Mittelhessen und der Wetterau geschaffen“. Dass durch den Ausbau zusätzliche Kapazitäten für den Güterverkehr geschaffen würden, glaubt der SPD-Fraktionsvorsitzende nicht. „Gerade in den Nachtstunden, in denen ohnehin keine S-Bahn-Züge verkehren, könnten bereits heute viele zusätzliche Güterzüge verkehren, ohne dass man dazu die Strecke ausbauen müsste. Der Ausbau dient vor allem dem Personenverkehr“.

    ( http://www.spd-frankfurt.de/meldungen/21479/107273/Nach-Gerichtsurteil-Roemer-SPD-begrueszt-gruenes-Licht-fuer-Ausbau-der-S6–jetzt-zuegig-Finanzierung-bereitstellen.html )

  10. Beate Giersbach 23. Oktober 2013 / 20:36

    Es wird sich im Personenverkehr nichts tun, es gibt keine konkreten Planungen in diese Richtung. Das bestätigen übrigens auch Mitarbeiter des RMV, leider nicht öffentlich… Wie wäre es damit: die Bahn baut die benötigte Güterverkehrsstrecke so, wie sich das gehört – und die beiden Gleise der Main-Weser Bahn stehen komplett dem Personenverkehr zur Verfügung. Schon sind alle zufrieden (außer der Bahn, die die Kosten für ihre Güterstrecke plötzlich selbst tragen muß – und wo kämen wir denn da hin :D? Gut, dass zumindest einige Menschen langsam aufwachen. Siehe die heutige Berichterstattung,und die sehr berechtigte Forderung der FDP nach Offenlegung der Nutzen-Kosten Rechnung. Wenn Sie an echten Fakten und Argumenten interessiert sind, kommen Sie doch am 18.11. zum Stammtisch in den Drosselbart.

  11. Carmen 24. Oktober 2013 / 20:32

    Danke für die Einladung, aber wir kommen nicht zusammen: Der Ausbau ist die Verbesserung der Personenverkehrs. Ihre Initiative, die „nichts gegen den ÖPNV hat“ (sic!) behauptet weiterhin, es ginge beim Ausbau um den Güterverkehr.

    Ich zitiere deshalb einen Kommentar auf Ihrer Webseite, der sich gegen diese Behauptung richtet:

    „Die Kapazitätsengpässe auf dem Abschnitt Bad Vilbel – Frankfurt West bestehen doch zu Zeiten, wo gar kein Güterzug fährt: Morgens zwischen 6 und 9 Uhr und nachmittags zwischen 16 und 18 Uhr. Intercity, Regionalexpress und S-Bahn behindern sich gegenseitig, ohne dass ein Güterzug fährt. Nachts dagegen und tagsüber in den Schwachlastzeiten sind noch jede Menge Zugtrassen frei, wo zusätzliche Güterzüge fahren könnten. Wie Sie dann behaupten können, der Ausbau diene nur dem Güterverkehr, ist mir schleierhaft. Besonders dann, wenn ich im Regionalexpress sitze und einer verspäteten S-Bahn hinterher fahre.“

    • Beate Giersbach 21. November 2013 / 20:50

      Hallo Carmen,. Jaja, das alte Argument vom „die Züge könnten doch auch so fahren“. Können sie nicht, denn da stehen andere Streckenplanungen dagegen. Es ist sehr schade, dass interessierte Menschen wie Sie sich in keiner Weise mit Daten und Fakten befassen wollen. (Nicht unsere, unabhängige… Umweltbundesamt und so… ) Der Ausbau bringt der S6 leider so gut wie nichts und kostet ein Vermögen… Das besser in anderen ÖPNV-Projekten eingesetzt wäre (gibt es da nicht eine dringend benötigte U-Bahnlinie in Frankfurt, die aus Kostengründen nicht kommt?) ich bin SEHR gespannt auf die NKA. Spätestens dann sollte auch der Römer erwachen! Unwirtschaftliche Vorhaben dürfen nun mal nicht gebaut werden, das verstößt gegen geltendes Recht. Und das zählt in unserem Land hoffentlich noch!

      • Carmen 22. November 2013 / 07:59

        Die Strecke Frankfurt – Bad Vilbel muss ausgebaut werden. Ich fahre fast jeden Tag mit der S6 nach Frankfurt und nahezu jede S-Bahn hat Verspätung, viele bei Abfahrt nur die 5 Minuten, die von der DB nicht gezählt werden, bis Konstablerwache summiert sich das aber oft auf 15 Minuten. Ich kenne viele Pendler aus der Wetterau und Friedberg, die seit Jahrzehnten mit der S-Bahn zu Arbeit fahren, obwohl sich der Zeitklau durch die Verspätungen auf ein paar Jahre Lebenszeit summiert. Andere Pendler sagen, ich bin doch nicht blöd, ich nehme das Auto, was interessiert mich die Frankfurter Luft. Wer sich ökologisch verantwortungsvoll verhält, hat Respekt verdient. Aussagen wie oben im Text, es gehe bei dem Ausbau nur darum, dass „ein paar Friedberger schneller nach Frankfurt kommen“, zeugen nicht davon, dass Ihre BI die Anliegen dieser Menschen richtig einschätzt.

        Ich habe aber auch Respekt vor Ihrem Engagement und denke, es ist gut, wenn die DB ihre Planung offen legen muss und nicht nur Politiker, sondern auch Bürger sich mit ihnen beschäftigen.

  12. Anwohner der S6 und co 18. November 2013 / 15:42

    Also, ich würde gerne mal wissen, wie der Ausbau denn im Detail aussieht, speziell in Bezug aus die Auswirkungen auf mein häusliches Umfeld! (Im Mellsig). Bleibt der Weg hinterm Haus, oder wird er „wegradiert“, wie nahe kommt die Bahn denn nun genau, bleibt der Rewe oder nicht, wie hoch kommt die Mauer für den Lärmschutz jezht genau? Reicht der Lärmschutz auch bis in den zweiten Stock?? Nirgends bekomme ich genaue Infos her, und das allein macht mich schon äußerst skeptisch. Und die Hausbesitzer, die enteignet werden, was ist damit? Wenn ich dann Kommentare über angeblich „ignorante“ Anwohner höre, dann würde ich gerne diese Leute fragen, ob sie denn bereit wären, ihr Haus für den ach so tollen Fortschritt zu opfern??

    Wohl kaum!!

    Die Risse in unseren Häusern sind jetzt schon derart bedrohlich, dass bereits Statiker vor Ort sind und das Haus prüfenmüssen.

    VIELEN DANK, DEUTSCHE BAHN

    • Carmen 18. November 2013 / 16:23

      Danke für Ihren Kommentar. Dies hier ist eine private Website. Ich bezweifle, dass die Deutsche Bahn dieses Blog liest und kann Sie deshalb nur auf wikipedia verweisen. Dort kann man sich ausführlich über die bereits am 18. Oktober 1849 eröffnete Main-Weser-Bahn informieren, weiterführende Infos zum Ausbau bietet das Regierungspräsidium Darmstadt.

      Ich befürworte aus vielen Gründen den ÖPNV und bin eine Gegnerin des motorisierten Individualverkehrs. Warum können Sie hier nachlesen:

      Nachhaltige Verkehrspolitik statt Wutbürgertum

      Freier Gang für freie Bürger

      Über die Auto-Gesellschaft

      Grüne Verkehrspolitik in Theorie und Praxis

      • Markus 19. Januar 2014 / 22:18

        Nehmen wir mal an es dient nur der S6. Frankfurt – Bad Vilbel mag sein. Aber Vilbel bis Friedberg?! Ich hätte gerne eine Erklärung wozu hier ausgebaut werden muss. Es soll doch weiterhin nur die S6 fahren und nur vereinzelte Güterzüge.

        • Carmen 20. Januar 2014 / 07:38

          Weil die S6 bis Friedberg fährt, ein Ausbau nur bis Vilbel hätte wenig Sinn.

          „Das geplante Vorhaben umfasst im Wesentlichen den Bau von zwei zusätzlichen Gleisen und den dazugehörigen Nebeneinrichtungen wie z. B. Eisenbahn-, Straßen-, Geh- und Radwegüberführungen und Oberleitung sowie den Neubau des elektronischen Stellwerkes in Nieder-Wöllstadt.

          Gleichzeitig sollen auch die Bahnsteiganlagen in den Bahnhöfen Groß-Karben und Friedberg sowie in den Haltepunkten Dortelweil, Okarben und Bruchenbrücken angepasst und ein niveaugleicher Bahnübergang an der DB-Strecke 3745 Bad Vilbel – Stockheim (Niddertalbahn) beseitigt werden. Des Weiteren beinhalten die Planfeststellungsunterlagen auch alle Maßnahmen zum Ausgleich und Ersatz für Eingriffe in Natur und Landschaft sowie für den Lärmschutz und Erschütterungsmaßnahmen.

          (Auszug aus der Bekanntmachung des Regierungspräsidiums Darmstadt, dort findet man auch die Links zum Planfeststellungsverfahren)

          • Markus 20. Januar 2014 / 08:13

            Was die „tolle“ Bahn machen will ist klar. Aber die Strecke soll doch weiterhin nur für die S6 da sein. Und vereinzelte Güterzüge. Daher ist für mich klar bewiesen, dass die S6 ein Vorwand ist und es primär darum geht Auflagen für eine neue Güterverkehrsstrecke zu umgehen. Ausserdem fühle ich mich als Steuerzahler betrogen. Jeder LKW zahlt Maut. Und die Güterzüge benutzen die Gleise die ich bezahle und zahlen nichts.
            Ich fahre übrigens nicht mit dem Auto. Ich bewege mich morgens ein paar Minuten früher aus dem Haus und setze mich auf mein Rad. Damit binich immer pünktlich. Das belastet die Umwelt weniger als die „umweltfreundliche“ Bahn. und jeder der nur die geringste Ahnung hat weiß dass bei der Produktion der Teile für die Strecke mehr Co2 entsteht als alle Bahnfahrer in ihrem Leben produzieren würden wenn sie ihr sowieso vorhandenes Auto nutzen. Du willst was für die Umwelt tun? Denk mal darüber nach: 90% der gefahrenen Strecken mit dem Auto liegen unter 7km und 80% sogar unter 4km. Ihr kann jeder was für die Umwelt tun und laufen oder Rad fahren. Die vollen Park and Ride Parkplätze beweisen ja dass das Auto nicht stehen bleibt.

    • Beate Giersbach 21. November 2013 / 20:39

      Hallo Anwohner, melde Dich gerne bei uns, wir haben eine Vielzahl an Unterlagen, u. A. Auch die detaillierten Ausbaupläne. Kontaktdaten unter http://www.bahnane.net

  13. Carmen 20. Januar 2014 / 08:26

    @Markus „Du willst was für die Umwelt tun? Denk mal darüber nach: 90% der gefahrenen Strecken mit dem Auto liegen unter 7km und 80% sogar unter 4km.“ Das sehe ich genauso, deshalb lebe ich seit über 20 Jahren autofrei. (https://umamibuecher.wordpress.com/?s=autofrei)

    Ansonsten ist von meiner Seite alles zum Ausbau der S6 gesagt worden und auch bei den Argumenten der Gegner hat sich kein neuer Sachstand ergeben. Ich schließe deshalb die Kommentarfunktion und verweise auf die in diesem Artikel und den Kommentaren mehrfach genannten Adressen von Träger und Gegnern des Ausbaus.

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