Peer-Blog: Bezahlte Freunde?

Früher haben Intellektuelle und Künstler die SPD unterstützt, sie haben Anzeigen in Tageszeitungen geschaltet oder sind bei Wahlkampfterminen aufgetreten, selbstverständlich ohne dafür Geld zu verlangen. Menschen wie Klaus Staeck, Günter Grass, Annegret Held, Sten Nadolny und Anne Haigis haben sich in früheren Wahlkämpfen zur SPD bekannt. Das hat die Unterstützer manchmal Geld, immer aber Zeit und Energie gekostet.

Jetzt, in Zeiten der kostenlosen Blogs, gelingt es der SPD nicht, einige versierte Journalisten und TexterInnen zu gewinnen, die jede Woche ein paar Stunden opfern, um den SPD-Kandidaten nach vorne zu bringen? Nein, es muss eine Agentur ran, diese pumpt Unternehmer um einen 6-stelligen Betrag an, damit ein Blog für Peer Steinbrück installiert werden kann.

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nimmt das, nach einer Woche wieder offline gestellte, Peer-Blog zum Anlass, der SPD Überschätzung und Überhöhung des Internet vorzuwerfen. Was für ein Unsinn! Das Skurrile ist doch die Tatsache, dass Unterstützer offenbar nur gegen Bezahlung für den Kanzlerkandidaten bloggen. So wird das nix mit dem Regierungswechsel.

Ein Gedanke zu “Peer-Blog: Bezahlte Freunde?

  1. freiedenkerin 11. Februar 2013 / 13:00

    Nein, so wird das wirklich nix mit dem Kanzlerwechsel… Schade, sehr schade… Ich frage mich die ganze Zeit schon, warum man statt des nicht sehr sympathisch, und auch durchaus dubios wirkenden Herrn Steinbrück nicht Frau Hannelore Krafft nominiert hat, die käme weitaus glaubwürdiger, und ehrlich gesagt auch kompetenter, rüber…

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