Freier Gang für freie Bürger 2

Ich lasse ja ungern locker, deshalb im Nachgang zu meiner Post „Freier Gang für freie Bürger“ (hier geht es zum Artikel) ein aktuelles Foto der beschriebenen Straße:

Gehwege zu Parkplätzen - Grüne Verkehrspolitik?
Gehwege zu Parkplätzen – Grüne Verkehrspolitik?

Bisher haben die zuständigen Stellen, das Umweltamt und die für die Schneeräumung zuständige FES, noch nicht auf meine Anfrage reagiert, wann die Fußgängersicherheit in dieser Straße dauerhaft wieder hergestellt wird.

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6 Gedanken zu “Freier Gang für freie Bürger 2

  1. freiedenkerin 23. Januar 2013 / 20:43

    Und da meint man immer, Volks(ver)treter sollten Volkes Interessen vertreten… Wer das noch glaubt, der glaubt auch daran, dass Zitronenfalter Zitronen falten…

  2. Carmen 28. Januar 2013 / 08:27

    Eine Woche später ist von den städtischen Stellen noch nicht mal eine E-Mail mit dem Satz: „Wir kümmern uns um das Problem, es dauert ein wenig“ angekommen…

  3. gnaddrig 15. März 2013 / 11:35

    Und wenn man dann mit Kinderwagen und vielleicht noch einem an der Hand laufenden Kleinkind oder mit Rollator auf der Straße läuft, weil der Gehweg so zugeparkt ist, dass man als Erwachsender seitwärts gehen müsste, wird man von sich in ihrer Freiheit beschnitten fühlenden Autofahrern auch noch wütend von der Straße gehupt und gedrängelt. Wie man da als Rollstuhlfahrer überhaupt aus dem Haus können soll, ist mir schleierhaft.

    Bei uns im Viertel sieht es prinzipiell ähnlich aus. Nicht ganz so extrem vielleicht. Aber als ich noch Kinderwagen zu schieben hatte, war es regelmäßig schwierig und oft unmöglich, auf dem Gehweg durchzukommen. Auf der einen Seite parken die Autos, und an den Hauswänden stehen dann Fahrräder, manchmal nebeneinander, und Fahrradanhänger. Kein Durchkommen.

    Ich behaupte mal, dass das ein bundesweit auftretendes Problem ist.

  4. hseuffert 16. März 2013 / 19:17

    Leider ist nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick aussieht. Auch als die Pfarrwiese noch keine verkehrsberuhigte Zone war, waren die Fahrzeuge auf dem ohnehin schmalen Gehweg geparkt. Die Anwohner haben darauf verwiesen, dass aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens auch die Fussgänger ohne Probleme die Fahrbahn benutzen können.

    Die Fahrzeuge auf dem Gehweg waren genauso rechtswidrig, wie das überall in Frankfurt ist. Auch im Auweg übrigens parken Anwohner vielfach auf dem Gehweg.

    Natürlich geschieht das rechtswidrig. Die Beseitigung des rechtswidrigen Zustandes wäre Sache der Polizei. Die Polizei ist aber weder in Harheim noch in anderen Stadtteilen personell so gut besetzt, dass sie regelmäßig den ruhenden Verkehr kontrollieren könnten.

    Nach vielen Ortsterminen und Gesprächen mit Anwohnern, Ämtern und auch dem naheliegenden Kindergarten bestand im Wesentlichen eine Einigung, dass eine verkehrsberuhigte Zone eingerichtet wird, und es werden für die Kfz Parkflächen angezeichnet – auf dem Gehweg, weil anders nicht möglich. (Bitte immer im Hinterkopf behalten, dass die Polizei nicht in der Lage ist, die Gehwege und die Verbotszonen von geparkten Fahrzeugen freizuhalten).

    Die Einrichtung der verkehrsberuhigten Zone hat nun den Fussgängern (darunter auch die Kinder) das Recht verschafft, auf der Straße gleichberechtigt mit den Fahrzeugen sich zu bewegen.

    Nachdem dort unter Murren und Knurren halbwegs Frieden eingekehrt war, fiel der erste Schnee und die Frage tauchte auf: Ist die Räumung des Schnees in einer verkehrsberuhigten Zone Sache der Anwohner oder Sache der Stadt (bzw. FES). Die Anwohner der Pfarrwiese gehen davon aus, die Räumung der Straße sei Sache der FES, überdies würde auch bei Räumung mit dem Schneeschieber das erste vorbeifahrende Fahrzeug den Schnee und Matsch wieder gleichmässig verteilen. Somit wären die Anwohner allenfalls bereit, den Gehweg zu räumen, der aber zugeparkt sei. Die Stadt Frankfurt geht davon aus, die Räumung in einer verkehrsberuhigten Zone sei nach Satzung der Anwohner. Immerhin ist diese Sache strittig.

    Wie würde nun „grüne Verkehrspolitik“ tatsächlich aussehen? War der Zustand zuvor tatsächlich besser, als die Fussgänger (und gerade auch die Kinder) verpflichtet waren, auf dem zugeparkten Gehweg zu laufen? Oder ist grüne Verkehrspolitik vielleicht, zu beantragen, dass das 15. Revier an dieser Stelle jeden Tag dreimal den ruhenden Verkehr kontrolliert? Oder fünfmal ? Oder Zehnmal? und warum nur da und nicht auch in anderen Strassen?

    Ich gebe zu, mich nerven zugeparkte Geh- und Radwege auch. Aber sie nerven mich überall in Frankfurt. Selbstverständlich kann ich jederzeit Anzeige erstatten, nur es verändert den Zustand nicht.

    Das was in der Pfarrwiese besteht, ist keine grüne Verkehrspolitik, auch keine rote, blaue oder schwarze.

    Vielleicht müssen wir aber irgendwann einfach feststellen und erkennen, dass nicht jedes Problem mit den gegebenen Mitteln lösbar ist.

    Aber immerhin taugen unlösbare Probleme zu einer Sache ganz gut: Man kann sie einfach denjenigen in die Schuhe schieben, die sich an der Lösung versucht haben.

    Und der Fotografin des oben genannten Bildes einen freundlichen Gruß. Da bleibt wirklich nur bei den nächsten Wahlen die Möglichkeit, die CDU oder die Freien Wähler zu wählen, die sich in Harheim schon immer der Verkehrspolitik in besonderem Maße angenommen haben.

  5. Carmen 16. März 2013 / 20:07

    Danke für Ihren ausführlichen Kommentar, Herr Seuffert.

    Ich kenne die Situation ebenfalls seit 10 Jahren und mir geht es ausschließlich um die Fußgängersicherheit. Ich kann nicht erkennen, dass Sie in Ihrem Kommentar einen Lösungsvorschlag zur Wiederherstellung derselben machen, wozu Sie als Ortsvorsteher von Harheim natürlich prädestiniert sind. Das Problem besteht auch nicht erst, seit ich dieses Foto gemacht habe, sondern in jedem Winter.

    Auf Gehwegen parkende Autos sind natürlich überall ein Ärgernis, aber die Situation in der Pfarrwiese ist nach der Umwidmung der Gehwege in Parkplätze im Winter besonders schwierig. Meine Bildunterschrift ist zugegeben provokant. Aber offenbar wollen oder können die Lokalpolitiker das Problem nicht erkennen – und das kreide ich besonders denen an, von denen ich mir eine nachhaltige Verkehrspolitik erhoffe: den Grünen. Es sollte eben gerade ihnen ein Dorn im Auge sein, dass die schwächsten Verkehrsteilnehmer – die Fußgänger – diesen wichtigen Zugangsweg zum ÖPNV im Winter manchmal wochenlang nicht sicher nutzen können.

    Der neue Leiter des Umweltamtes, Herr Dommermuth, hat mir zwischenzeitlich mitgeteilt, die Schneeräumpflicht sei nicht strittig, sondern eindeutig beim Anwohner, der um die parkenden Autos herum räumen müsse.

    Was Ihren Schlusssatz betrifft, muss ich Ihnen widersprechen. Mir und allen anderen BürgerInnen bleiben zum Glück viel mehr Möglichkeiten, mich politisch zu betätigen, als an Wahltagen mein Kreuzchen zu machen. Eine besteht zum Beispiel im Schreiben eines Blogs.

    Ansonsten halte ich es mit dem Motto, das die Grünen gern in Wahlkämpfen auf ihre Flyer schreiben: „Weil Inhalte zählen“ – aber natürlich müssen sich diese grünen Inhalte auch im politischen Handeln zeigen.

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