Buchmesse 2012 – 1. Tag

Mit dem Wirtschaftsjournalisten Rainer Hank begann mein erster Buchmesse-Tag. Sehr unterhaltsam und lehrreich war sein Gespräch mit Ralph Bollmann über das Thema „Wie wir reich wurden“.

Unter diesem Titel sind in der FAZ regelmäßig wirtschaftshistorische Artikel erschienen, die Hank und Werner Plumpe nun als Buch herausgeben. Kann schon mal als Weihnachtsgeschenk vorgemerkt werden!

Rainer Hank im Gespräch mit Ralph Bollmann

Unterhaltsam war auch die Diskussion beim Vorwärts Verlag über Walter Wüllenwebers Buch „Die Asozialen. Wie Ober- und Unterschicht unser Land ruinieren – und wer davon profitiert“. „Reichtum hat heute nichts mehr mit Leistung zu tun. Warum gilt man ab einer Million Euro Vermögen als reich? Weil man damit in jedem Land der Welt von den Kapitalerträgen leben kann.“ (Walter Wüllenweber)

„Die Globalisierung hat das Selbstbewusstsein staatlichen Handelns zerstört“. (Michael Roth, Generalsekretät der Hessen-SPD)

Walter Wüllenweber diskutiert mit Michael Roth (SPD) auf der Vorwärts-Bühne

Diese Abgesandten des Ehrengastes Neuseeland dürften heute ziemlich gefroren haben.

Es macht immer Spaß, intelligenten Menschen zuzuhören. Frank Schirrmacher und Giovanni di Lorenzo haben gemeinsam ein Buch geschrieben: „Tun oder lassen. Nachdenken über unsere unentschiedene Generation“. Heute plauderten sie aber mehr darüber, wie es für sie als erfolgreiche Zeitungsherausgeber ist, regelmäßig Marcel Reich-Ranicki und Helmut Schmidt in der Redaktion zu begegnen. Reich-Ranicki plane bereits die Feierlichkeiten zu seinem 100. Geburtstag und die neue Sekretärin von Helmut Schmidt sei Nichtraucherin – mit derartigen Anekdoten brachten Schirrmacher und di Lorenzo die Zuhörer zum Lachen. Aber es gab auch ernste Töne: Die Lorenzo fürchtet eine Tugendgesellschaft Deutschland und die Skandalisierung jedes Fehlers, den ein Mensch und also auch ein Politiker machen kann. Schirrmacher erinnerte daran, dass nur Papier unkontrollierbar ist: So würde zum Beispiel vom E-Book-Reader an den Verlag übermittelt, wie lange ein Leser in einem Buch liest, wo er stockt oder abbricht etc.

Peter Feldmann bin ich heute mehrmals begegnet. In einer Runde mit Verlegern; im Gespräch mit Claus-Jürgen Göpfert von der FR, dem er versprach, im nächsten Jahr bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises dabei zu sein; und bei der Vorstellung von Christoph Butterwegges Buch „Armut im Alter“. Letzterer Termin gehört nicht zu den Highlights des Tages, was aber nicht an unserem OB lag.

Peter Feldmann bei der Buchvorstellung von „Armut im Alter“ von Christoph Butterwegge

Dieses Foto entstand mit freundlicher Genehmigung der beiden Herren. Dany Cohn-Bendit stellt auf der Buchmesse sein, zusammen mit dem ehemaligen belgischen Premierminister Guy Verhofstadt geschriebenes, Manifest „Für Europa!“ vor. Als Gast auf der ARD-Bühne wies Dany alle Spekulationen über eine politische Karriere nach 2014 zurück. „Dann drehe ich einen Film“ versprach er.

Zwei Medienprofis

Morgen sehe ich (endlich) Stephan Thome, außerdem Juli Zeh, Richard David Precht und Harald Welzer.

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