40.000 Protestierende für „Umfairteilen“

4.000 bis 5.000 Menschen in Frankfurt, deutschlandweit circa 40.000 Menschen sind heute auf die Straße gegangen, um gegen eine weitere Verteilung des Vermögens von unten nach oben zu demonstrieren. Der kürzlich veröffentlichte Armuts- und Reichtumsbericht hat gezeigt, dass es sich nicht um eine gefühlte, sondern um eine faktische Umverteilung handelt:

„Das private Nettovermögen – dazu gehören etwa Immobilien, Bauland, Geldanlagen oder Ansprüche aus Betriebsrenten – erhöhte sich den Angaben zufolge allein in der „Krisenperiode“ zwischen 2007 und 2012 um 1,4 Billionen Euro. Der Anteil des obersten Zehntels sei dabei immer weiter gestiegen. 1998 belief er sich laut den amtlichen Zahlen bereits auf 45 Prozent, 2008 befand sich in den Händen dieser Gruppe der reichsten Haushalte bereits mehr als 53 Prozent des Nettogesamtvermögens. Die untere Hälfte der Haushalte verfüge über nur gut ein Prozent des gesamten Nettovermögens““ zitiert die tagesschau den Bericht.

Sie waren heute in der Minderheit – nein, nicht die Kapitalismuskritiker, die Guy Fawkes-Masken.
Die roten Fahnen waren heute in der Überzahl…
„Umfairteilen“-Demo am 29.9.2012 in Frankfurt
Hunde mit Charakter
Was ihm im Mai während der Blockupy-Proteste verboten wurde, holte er heute nach: Konstantin Wecker war das Sahnehäubchen auf einer friedlichen Demo
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3 Gedanken zu “40.000 Protestierende für „Umfairteilen“

  1. Hackentrick 1. Oktober 2012 / 10:33

    Danke für die Impressionen, Carmen! Ich konnte aus beruflichen Gründen leider nicht teilnehmen, daher ’sauge‘ ich gerade alles auf, was ich über die Demo im Netz finde.

    Schade… knapp 5.000 Teilnehmer (und das Wetter war ja bestens) sind viel zu wenig für den Anlass. Da besteht weiterhin ein Problem, die ‚Massen‘ zu mobilisieren und die Protestierenden werden nur mitleidig belächelt.

    Welche Organisation hat eigtl. am Samstag den Ton angegeben? Kam das von Gewerkschaftsseite?

  2. Carmen 1. Oktober 2012 / 11:27

    Ja, vor allem verdi und Die Linke. gaben den Ton an. Gleich nach fünf Minuten hat mich ein Demonstrant angesprochen, ob ich vom Verfassungsschutz sei oder für wen ich fotografiere. Die Gruppe der Altlinken mit Paranoia war also relativ groß. Ich habe das auch in meiner Twitter-Timeline gemerkt, es gab wenig Gezwitscher jenseits der Veranstalter. Nur ein Piratenplakat, ein grünes Plakat und ein paar bekannte Gesichter von Occupy sind mir begegnet – insgesamt war mir die Demo zu einseitig, um mich wirklich wohl zu fühlen.

    Mir fehlt die Fröhlichkeit, Kreativität und die Lust am Selber-Denken, die Occupy ausgestrahlt hat.

    Im Blog wedernoch werden einige Kritikpunkte erwähnt, die ich teile.

    • Hackentrick 2. Oktober 2012 / 13:25

      Habe mich schlaugelesen – vielleicht ist das ständige Wiederholen der immergleichen Parolen einer der Gründe, weswegen sich viele Menschen nicht dem organisierten Protest anschliessen. Die Berufsempörten auf den Kundgebungsbühnen wirken nicht gerade als glaubwürdige Vertreter interessanter Alternativmodelle…

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