Occupy Frankfurt wird geräumt

Die Nachricht erreichte mich am Nachmittag per Twitter: Das Occupy-Camp vor der EZB würde geräumt. Wer es einrichten könne, solle kommen. Als ich gegen 15:30 am Willy-Brandt-Platz ankam, war das Camp bereits abgesperrt. Etwa 100-200 BürgerInnen standen an den Absperrgittern, es wurden ein paar kurze Statements abgegeben. Die Eingekesselten im Camp hielten der Menge und der gierigen Presse ihre Transparente hin. Jemand las das Urteil des Verwaltungsgerichts vor. Die Weigerung der Aktivisten, Menschen vom Camp auszuschließen, wurde ihnen vom Gericht negativ angelastet.

Das Handelsblatt formuliert es heute so:

„Das Gericht verwies unter anderem darauf, dass ein gemeinsames Ziel der Personen, die sich in dem Zeltlager aufhielten, darunter Aktivisten, Ausländer, Obdachlose, Drogenabhängige, nicht erkennbar sei. Eine Versammlung sei dadurch charakterisiert, dass eine Mehrheit durch einen gemeinsamen Zweck inhaltlich verbunden sei.“

Bei der Räumung heute waren einige Lokal-Politiker von SPD und Grüne sowie ein Landespolitiker der Linken vor Ort. Das war gut, denn durch deren Präsens hatten polizeiliche Übergriffe keine Chance.

6.8.2012: Räumung des Occupy-Camps Frankfurt
Demokratie-Hochburg Frankfurt
Mit Herz und Verstand gegen den Finanzkapitalismus
Aktivist Erik Buhn in lockerer Kämpfer-Pose

P.S.: Guter Kommentar in der Frankfurter Gemeinen Zeitung: Klick.

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