Verpasste Chance für den Römer

Felix Helbig hat heute in der Frankfurter Rundschau einen hervorragenden Kommentar zum voraussichtlichen Ende des Frankfurter Occupy-Camps veröffentlicht:

„Für die Stadt markiert dieses Ende eine verpasste Chance. Ihre Regierenden haben es nicht vermocht, die Debatte über eine vollkommen berechtigte Besetzung des öffentlichen Raumes in eine angemessene Richtung zu lenken. Lange Zeit hat die Stadt dem Protest am Willy-Brandt-Platz mit mittelmäßigem Interesse zugesehen, als es ihr zu bunt wurde, hat sie halbherzige Verhandlungen aufgenommen und bald wieder beendet. Der Ordnungsdezernent, auch wenn er von der CDU ist, hätte es als Bereicherung einer Finanzmetropole begreifen können, wenn die Verlierer dieser auch hier gemachten Finanzkrise eben gerade hier protestieren, er hätte Angebote machen können zur Verstetigung des Protests in anderer Form. Stattdessen sprach der Dezernent von Ratten und Hygiene und Dreck und neuerdings von menschlichen Hinterlassenschaften und vermittelte so eine Weltsicht, die die Verlierer dieser Krise als das erscheinen lässt, was sie offenbar für viele Krisengewinner sind: als Abschaum.“ (Mehr in FR vom 1.8.2012)

Außer den Piraten und den Linken hat sich in den vergangenen 10 Monaten keine Römer-Fraktion wirklich für den Protest an der EZB interessiert. Vor allem die Grünen im Römer haben eine Chance verpasst, dem Image einer grünen FDP entgegenzuwirken.

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