Zurück aus dem Osten

„Da haben wir uns so auf den Westen und die D-Mark gefreut und jetzt das!“, meinte ein Antiquitätenhändler im Usedomer Städtchen Zinnowitz zur europäischen Bankenkrise. Das war aber auch das einzige Mal, dass ich im Urlaub jemanden das Thema ansprechen hörte.

Das Netz war auf der Insel so langsam, dass ich trotz meines mitgenommenen Tablets praktisch vom Internet abgeschnitten war. Meine einzige kleine Post kostete mich Stunden, weil die Übertragung immer wieder abbrach und der bereits geschriebene Text nicht gespeichert wurde.

Auch die Deutsche Bahn legte alles daran, ihren Ruf zu behalten: Es fiel nicht nur wie üblich in einigen IC-Wagen die Klimaanlage aus, nein, der erste Wagen des Zuges verfügte schon serienmäßig über gar keine Klimaanlage. Es handele sich um einen Fahrradwagen, meinte die Zugbegleiterin. „Ich bin aber kein Fahrrad, habe auch keins dabei, allerdings habe ich drei klimatisierte Plätze reserviert“, schimpfte ich. Natürlich hatte der Zug 40 Minuten Verspätung, so dass der Anschluss weg war und die Bahnreise von unserem Usedomer Ferienort nach Frankfurt insgesamt 11 Stunden dauerte.

Usedomer Strandidylle morgens
Usedomer Strandidylle abends

Ich habe gelesen: Michael Schmidt-Salomon: „Keine Macht den Doofen“, (hier geht es zu meiner Besprechung), als E-Book die Hälfte von Stephan Schulmeisters „Mitten in der großen Krise“, komme aber mit dem neuen Medium noch nicht so ganz zurecht. Als leichte Urlaubslektüre war „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer recht nett.

Am besten gefiel mir aber ein Text in der Frankfurter Allgemeinen vom 21.7.2012: „Wowereits Eleganz“ von Winand von Petersdorff, den ich meinen LeserInnen wärmstens ans Herz lege.

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Ein Gedanke zu “Zurück aus dem Osten

  1. Hackentrick 30. Juli 2012 / 13:04

    Usedom – wirklich ein wunderschönes Reiseziel! Fahrradtouren im Landesinneren, kilometerlange Sandstrände, bezahlbare Unterkünfte und immer eine schöne Brise für den Lenkdrachen. Ich war im Sommer 2008 dort (Heringsdorf) – leider hat sich mittlerweile ein internationaler Hotelkonzern mein damaliges, privat geführtes Domizil ‚Villa Augusta‘ einverleibt…

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