Blockupy: die Rückeroberung des öffentlichen Raumes

Gestern auf meinem langen Spaziergang durch die Stadt, vorbei an endlosen stinkenden Autoschlangen, auf dem Weg zu Platzbesetzungen durch Menschen, die sich gegen die europäische Finanzpolitik wehren, aber nicht gehört werden, fiel mir der vor knapp eineinhalb Jahren verstorbene Lutz Sikorski ein (Und nicht nur mir, Stefan Behr fragt sich heute in seiner „Personalabteilung“ in der FR auch, was Lutz auf seiner Wolke wohl über die aktuellen Frankfurter Verhältnisse denkt).

Lutz Sikorski wollte in seiner Stadt mitregieren, weil er sie verändern wollte. Die autofreie Hauptwache ist ein Beispiel dafür. Die Rückeroberung des öffentlichen Raums durch die Menschen war sein politisches Credo. (Artikel von Jurgen Schultheis in der FR vom 16.9.2008)

Und Lutz Sikorski hatte ein Herz. Ein Kollege hat mir einmal erzählt, wie er seine spätere, aus dem Iran stammende, Ehefrau kennen lernte: Sie war eine von mehreren AktivistInnen, die vor vielen Jahren das grüne Fraktionsbüro in Frankfurt besetzten, um auf ihr Anliegen hinzuweisen.

Hätte es die Blockupy-Verbote der schwarz-grünen Stadtregierung auch mit Lutz Sikorski gegeben? Ich glaube nicht.

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