Randale in Frankfurt

„Es wird keine Situation geben, in der die Träger_innen der sozialen Revolution fertig ausgebildet in den Startlöchern stehen. Nichts ist fertig, wenn die Auseinandersetzung beginnt. Die gesellschaftlichen Träger der Umwälzung formieren sich erst im Prozess der Umwälzung selbst.

Eine solche Einübung geschieht hier, heute. Wo immer wir am Ende dieses Tages stehen – oder sitzen – werden:

Es ist großartig, dass es zum ersten Mal gelungen ist, aus eigener Kraft, unabhängig auch von staatstragende Organisationen, diesen ersten »Europäischen Aktionstag gegen den Kapitalismus« zu organisieren.“ (Jutta Ditfurth in ihrer Rede bei der Demo am 31.3.2012 in Frankfurt)

Um große Worte ist sie nie verlegen, die Freifrau. Viel größer aber ist, was der Occupy-Bewegung und campact im vergangenen halben Jahr gelungen ist: Tausende haben friedlich die Banken umzingelt, Menschen aus verschiedenen Milieus und aus allen Generationen haben sich durch Spenden solidarisch mit Occupy gezeigt, sich in Arbeitsgruppen im Camp oder in Blogbeiträgen mit der Frage anderer Wirtschaftsformen beschäftigt.

Wie richtig es war, dass sich die Occupy-Bewegung gegen die Vereinnahmung durch Parteien und Gewerkschaften gewehrt hat, zeigt sich an dieser Randale-Demo.

Erreicht hat dieser „Aktionstag“ vor allem eins: In Zukunft ist Kapitalismuskritik wieder mit altlinker Betonköpfigkeit assoziiert.

Muss man von Demo-Teilnehmern erwarten können, dass sie sich mit den Organisatoren beschäftigen? Ich meine ja.

Jutta Ditfurths „Partei“ ÖkoLinx z.B. ist eine kleine Gruppe Linker, die solange diskutiert, bis alle Juttas Meinung sind. Auch die Frankfurter Piraten haben das nach wenigen Monaten Zusammenarbeit im Frankfurter Stadtparlament eingesehen. Hier hat Frau Ditfurth übrigens seit 11 Jahren ein Mandat inne, ohne dass sie durch parlamentarische Arbeit aufgefallen wäre. Immerhin kassiert sie dafür monatlich 940 Euro vom „repressiven“ Staat.

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