OB-Stichwahl: Feldmann und Rhein

Nach dem vorläufigen Wahlergebnis von Sonntag, 19 Uhr, hat Boris Rhein (CDU) 39,1 Prozent der Frankfurter Wählerstimmen errungen, Peter Feldmann (SPD) erhielt 33,2 und Rosemarie Heilig (Grüne) 13,9 Prozent.

Ich freue mich für Peter Feldmann, der dieses gute Ergebnis durch überzeugendes Engagement und Leidenschaft für ein soziales Frankfurt erreicht hat.

Peter Feldmann wird in zwei Wochen gegen Boris Rhein in die Stichwahl gehen. Die Piraten haben Feldmann umgehend eingeladen, mit einer persönlichen Vorstellung bei den Piraten um deren Stimmen zu werben. Möglicherweise spricht auch DIE LINKE. eine Wahlempfehlung für Feldmann aus. Dann könnte es für Rhein eng werden – und der Plan von Petra Roth, durch ihren vorzeitigen Rücktritt und die Ausrufung Rheins als ihren Nachfolger, die CDU-Herrschaft in Frankfurt zu zementieren, doch noch scheitern.

Die Grünen in Frankfurt, von denen man nicht mit Sicherheit sagen kann, ob sie das Ergebnis von Rosemarie Heilig wirklich bedauern, planen bereits Maßnahmen zur Stabilisierung der schwarz-grünen Koalition. Die neue grüne Frankfurter Schuldezernentin Sarah Sorge und der grüne Stadtverordnete Uwe Paulsen befürworten laut Frankfurter Rundschau eine Wahlempfehlung für Boris Rhein. Ob das die grüne Basis honoriert?

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2 Gedanken zu “OB-Stichwahl: Feldmann und Rhein

  1. Jazzy 11. März 2012 / 22:51

    Hm… Jetzt hängt doch tatsächlich – wie vorhergesagt – alles von der Wahlbeteiligung ab. Heute gab es wohl nur beschämende 37,5% (wie soll man da die ganzen Protestbewegungen ernst nehmen?). Wenn ein Boris Rhein verhindert werden soll, müssen sich alle Gegner am 25.03. per Stimmabgabe engagieren. Und da bin ich gerade leider ein bisschen skeptisch 😦

    Bashen und überall online zu kommentieren (wenn man die Vielzahl der Diskussionbeiträge auf den sog. Sozialen Medien und in Foren als ‚konstruktive Kommentare‘ bezeichnen will) ist toll. Sonntags ins Wahllokal zu schlendern scheint allerdings weniger angesagt zu sein. Sehr traurig…

    Irgendwie bin ich gerade ziemlich enttäuscht…

  2. Carmen 12. März 2012 / 08:53

    Ach was Jazzy, nimms locker. In Offenbach lag die Wahlbeteiligung bei der OB-Wahl im vergangenen September nur bei 24,3 Prozent. Das ist eine Oberbürgermeisterwahl, nix Dramatisches. Der OB hat doch so viel nicht zu sagen. Entweder wird Rhein OB und dann von den Grünen gezähmt oder Feldmann wird es, dann kommen auch schwere Zeiten auf schwarz-grün zu.

    Auf die Gefahr hin, dass jetzt glühende Schwerter auf mich niedergehen: Nach allem, was man so (z.B. von den MitarbeiterInnen) von Boris Rhein hört und nach meinem persönlichen Eindruck ist er ein angenehmer Mensch. Ich kann nicht einschätzen, ob dieses ganze Law and Order-Gehabe von Rhein nicht bloß eine politische Rolle ist, die er sich angezogen hat, weil sie gerade in seiner Partei frei war. Ich traue ihm aber zu, dass er anpassungsfähig ist. Das heißt, wenn er OB wird, brauchen wir starke Grüne und eine starke Opposition.

    Wie das Szenario einer schwarz-grünen Koalition mit SPD-Oberbürgermeister aussehen wird, kann ich mir noch nicht vorstellen. Es wird dann spannend. Die Frankfurter SPD lernt hoffentlich aus Feldmanns Erfolg, den er auch seiner Offenheit für die verschiedenen Menschen und Milieus in Frankfurt verdankt.

    Und wer mal was richtig Skandalöses lesen will, ist hier richtig: Die Schere nach dem Euro: Löhne + 39%, Unternehmer + 86%.

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