Nuhr affirmativ

„Um sich frei zu fühlen gibt es ein ganz einfaches Mittel: Nicht an der Leine zerren.“
(Hans Krailsheimer)

Gestern Abend habe ich in Dieter Nuhrs „Satiregipfel“ reingezappt und gedacht: „Das ist doch wirklich der Gipfel der Langeweile“, als Nuhr auf Gauck und seine Kritiker zu sprechen kam.

Nuhr: „Gauck hat gesagt, den Kapitalismus abschaffen zu wollen, sei unsäglich albern. Da hat er recht. (…) Aber wir Deutschen haben doch große Sympathien für die Occupy-Bewegung, wir alle wollen doch im Grunde den Kapitalismus abschaffen. Auch wenn das schwierig wird, weil ja die ganze Welt nach kapitalistischen Kriterien funktioniert. Egal, dann müssen wir eben die ganze Welt ändern. Da freut sich die Welt traditionell, wenn die Deutschen die Welt ändern wollen. (…) Die Frage ist, was wollen wir stattdessen?“ (Dieter Nuhr in der Sendung „Satiregipfel“ am 5.3.2012)

Was Herr Nuhr will, wissen wir nicht, vermutlich einfach nur weiterhin viel öffentlich-rechtliche Sendezeit für seine schlecht hergeleiteten Witze. Aber was wollen die vielen Menschen, die die Entwicklung des Kapitalismus und der Finanzherrschaft kritisch betrachten? Sie wollen eine andere Zukunft. Wie die aussehen könnte, darüber hat sich z.B. die Bürgerbewegung Bandbreitenmodell ausführliche Gedanken gemacht und ein neues marktwirtschaftliches Modell entwickelt. (Infos hier)

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2 Gedanken zu “Nuhr affirmativ

  1. uhupardo 7. März 2012 / 19:44

    Muchas gracias por este comentario. Gestern hat er mich NUHR aufgeregt, der Herr Kabarettist. So sehr ich Dieter Nuhr künstlerisch schätze, weil er es wie kaum jemand schafft, seine genaue Beobachtungsgabe verbal und mimisch auf der Bühne zu reproduzieren und deutlich werden zu lassen, so sehr geht mir – und gestern besonders – seine erzkonservative Einstellung auf den Wecker. Beim Satire-Gipfel hatte ich zudem das Gefühl, er war (sehr ausnahmsweise) auch noch schlecht vorbereitet. Das kann passieren, nur sollte man dann vielleicht nicht ausgerechnet solche Themen behandeln.

    … und den hinterher, weil ich mich gefreut habe, dass es erwähnt wurde:
    http://www.bandbreitenmodell.de/vision

  2. Carmen 7. März 2012 / 21:08

    Die kuenstlerischen Fähigkeiten Nuhrs bin ich nicht in der Lage zu beurteilen. Denn mir Hesse hams gern e bissi defdischer – Urban Priol entspricht mehr unserem Naturell.

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