Endspurt im OB-Wahlkampf

Eine Woche vor der OB-Wahl in Frankfurt hat die Frankfurter Rundschau eine neue Umfrage veröffentlicht. Danach kommt Boris Rhein (CDU) derzeit auf 30 Prozent, gefolgt von Peter Feldmann (SPD) mit 22,3 Prozent und Rosemarie Heilig (Grüne) mit nur 10,9 Prozent. Im Vergleich zur ersten Umfrage im Januar verliert Rhein 2,1 Prozentpunkte, während Feldmann 2,9 Punkte gewinnt.

Rosemarie Heilig ist es in den vergangenen Wochen nicht gelungen, sich bekannter zu machen, sie büßt zu ihrem ohnehin geringen Wert nochmals 1,5 Punkte ein. Wer im Frankfurter Norden wohnt, konnte allerdings auch den Eindruck gewinnen, die Grünen verzichteten auf einen eigenen OB-Kandidaten.

Peter Feldmann, auf den noch vor sechs Monaten kaum einer einen Cent gesetzt hätte, hat erst seine Genossen und jetzt immer mehr Frankfurter von sich überzeugen können. Im Oktober war er einer der ersten Stadtverordneten, die das Occupy-Camp vor der EZB besucht haben, vergangene Woche übernachtete Feldmann bei einer vom Fluglärm geplagten Familie in Sachsenhausen. Mangelnden Einsatz kann man Feldmann also nicht vorwerfen.

Nach der FR-Umfrage sind soziale Probleme und der Wohnungsmangel die Wahl entscheidenden Themen der Frankfurter. Den Fluglärm nennen 17,2 Prozent der Befragten als größtes Problem in Frankfurt. Dennoch bekäme die OB-Kandidatin der FAG, Ursula Fechter, nur 2 Prozent der Wählerstimmen, womit sie zwar nicht in die Stichwahl käme, aber immerhin mehr Stimmen erhalten würde als Renate, die Außenseiterin bei der OB-Wahl 1995.

Gefragt, wo denn die Stadt auf keinen Fall den Rotstift ansetzen dürfe, nannten 68,9 Prozent der Befragten (und sogar 78,4 Prozent der Frauen), den Ausbau der Kinderbetreuung. In einer der teuersten Städte Deutschlands ist fehlende Kinderbetreuung Existenz gefährdend. Dennoch schlägt die Haushaltskommission des Frankfurter Magistrats hier Einschränkungen vor. Statt wie geplant, für die Hälfte aller unter dreijährigen Kindern einen Kita-Platz anzubieten, sollen es nach dem Willen von Schwarz-Grün nur noch 40 Prozent sein.

18 Prozent der Frankfurter haben noch nicht entschieden, wem sie am 11.3.2012 ihre Stimme geben.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s