KTG, BLÖD und die Moral

Bald werden sie sich wieder am Nasenring herumführen lassen, die deutschen Dummbeutel. Es zeigt sich leider, dass Überheblichkeit gegenüber Italien fehl am Platz ist, nur die Präferenzen unterscheiden sich. Der Südländer steht auf den korrupten Triebtäter, der Deutsche auf den arroganten Adligen. Hauptsache, er spürt das süße Gefühl der Unterwerfung. Nicht denken, nicht urteilen – hingeben.

Der „Chefkolumnist“ der BLÖD, Franz Josef Wagner, skandiert schon: „Ich steh auf diesen Typen“.

12,5 Millionen Menschen in Deutschland lesen BLÖD. Gemeinsam haben sie vor ein paar Jahren Andrea Ypsilanti und damit eine rot-grüne Landesregierung zur Strecke gebracht. Damals waren alle BLÖD-Leser Moralisten: Sie hat doch im Wahlkampf gesagt, sie wird nicht mit der Linken und jetzt will sie sich von denen tolerieren lassen, die Lügilanti.

Einen Wortbruch mit weitreichenden Folgen für die Menschen im Rhein-Main-Gebiet hat sich die schwarz-gelbe hessische Landesregierung mit ihrer Weigerung, das Nachtflugverbot umzusetzen geleistet. Wo war da die große moralische Entrüstung der BLÖD?

Aber das ist einfach nur das altbekannte Muster der BLÖD: Nach links wird gehetzt, nach rechts verharmlost und entschuldigt.

Volker Zastrow nennt Karl-Theodor zu Guttenberg heute einen wahrhaft gefährlichen Mann:

„Ein Mann hat es geschafft, das ganze Land zu spalten. Und das bedeutet wirklich Macht. (…) Es ging um Maßstäbe. Guttenberg selbst sprach und spricht kaum über etwas anderes: über sich selbst als Maßstab der Moral. Er verhüllt diesen Anspruch nicht im Geringsten, er kennt keinen anderen Anspruch und deshalb keine Scham.“ (Volker Zastrow in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 27.11.2011)

Wer diese Sätze im Zeit-Interview mit Guttenberg gelesen hat, muss allerdings ernsthaft am Geisteszustand des nicht mehr Gegelten zweifeln:

„Es steht völlig außer Frage, dass ich einen auch für mich selbst ungeheuerlichen Fehler begangen habe, den ich auch von Herzen bedauere. Das ist in dieser sehr hektischen Zeit damals auch ein Stück weit untergegangen. Ebenso, wie man sich damals bereits entschuldigt hat.“

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Ein Gedanke zu “KTG, BLÖD und die Moral

  1. Jarg 27. November 2011 / 19:58

    Es ist schon seltsam und auch ein wenig beängstigend, wie dieser Mann, wenn man sich manche Webseiten und Facebookpages anguckt, von vielen immer noch als eine Art Erlöser gesehen wird …

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