Ahnungslose Print-Redakteure

Zu meinen Lieblingsseiten in der Frankfurter Rundschau gehört die Rubrik „Wissen und Bildung“. Heute allerdings kann sie nicht ganz an das gewohnte Niveau anknüpfen.

In der Meldung „Print gewinnt“ schreibt die Autorin Alice Ahlers über eine Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest. Diese hatten Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren die Frage gestellt: „Welchem Medium würdest Du bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten vertrauen?“

„Ergebnis: Das Internet schnitt am schlechtesten ab. Die meisten finden die Zeitung am glaubwürdigsten (40 Prozent), gefolgt von Fernsehen (29 Prozent) und Radio (16 Prozent). Nur 14 Prozent entschieden sich für das Internet. (…) Natürlich verbringen junge Leute viel Zeit im Netz. Das schließt aber nicht aus, dass sie sich auch für andere Medien interessieren können, wenn ihnen das Vorteile bringt.“ (FR vom 24.11.2011)

Was bitte ist das Internet? Unterscheiden sich denn die Artikel in der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau von der Papierausgabe? Jubelt mir das E-Paper der FAZ billigen Journalismus unter? Ist die Print-Ausgabe der BLÖD vertrauenserweckender als z.B. „Netzpolitik“?

Wer bezahlt eigentlich für diese Studie? Richtig: Die Zeitungsverleger. Denn mitfinanziert wird die Studie von der ZMG – Zeitungs Marketing Gesellschaft (da habe ich vor vielen Jahren als Studentin auch mal gearbeitet und „Beachtungswerte von Anzeigen in regionalen Abonnement-Zeitungen“ zusammengezählt).

Soviel heute zum Print – Qualitätsjournalismus.

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