Frankfurt ist nicht Hollywood

Michael Paris, Spielplatzgründer, Bornheimer Vereinsaktivist und erfolgreicher Selbstdarsteller verweigert der Frankfurter Neuen Presse ein Streitgespräch mit seinem internen SPD-Konkurrenten Peter Feldmann:

„Paris habe offenbar Angst, dass Feldmann während der Veranstaltungsreihe mit guten Auftritten Boden gewinnt, heißt es in der Partei. Er hoffe, mit einer einzigen guten Rede die Genossen überzeugen zu können. Dass Paris seinem Konkurrenten kein Forum bieten möchte, darauf deutet auch eine andere Reaktion hin: Die FNP hatte beide Bewerber zu einem Streitgespräch in die Redaktion eingeladen. Schließlich sollen die Leser erfahren, worin sich die beiden Sozialdemokraten, die Oberbürgermeister werden wollen, voneinander unterscheiden. Feldmann sagte zu, Paris drückt sich vor der Debatte. „Ich sehe keinen Vorteil darin, mit einem internen Bewerber in der Zeitung zu diskutieren“, zitiert heute die FNP Michael Paris im Artikel „Michael Paris drückt sich“.

Bei der BLÖD-Zeitung ist Michael Paris weniger zimperlich. Die BLÖD durfte sogar dabei sein, als Paris und seine 22 Jahre jüngere Braut Helena (das ehemalige Au pair-Mädchen seiner Tochter) im Juni 2008 Brautschuhe aussuchten und daraus eine ganzseitige Story machen.

Frankfurt ist nicht Hollywood, wir brauchen keinen OB, der sich am liebsten auf dem Roten Teppich sieht. Übrigens: Die Zeit der peinlichen Politiker geht zu Ende, wie uns das schöne Nachbarland Italien gerade zeigt.

Nachtrag vom 10.11.2011: Michael Paris hat gestern seiner „Partei offiziell und schriftlich mitgeteilt, dass er für öffentliche Auftritte mit seinem Konkurrenten Peter Feldmann nicht mehr zur Verfügung steht. Am Mittwoch sagte Paris zugleich das Streitgespräch ab, das die Frankfurter Rundschau mit den beiden Sozialdemokraten geplant hatte – genauso verfuhr er mit Terminen bei anderen Zeitungen.

„Ich bin nicht die Eiche, an der sich der Kandidat Feldmann reiben kann“, sagte Paris der FR. Und fügte hinzu: „Wie komme ich dazu, Feldmann ein Forum zu bieten, damit er bekannter wird?“ Dieser, so glaubt sein Gegner, wolle sich „nur mit meiner Popularität schmücken“. (Zitiert aus der Frankfurter Rundschau vom 10.11.2011)

Nein, ein Eiche ist Paris sicher nicht, vielleicht ein Bonsai?

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2 Gedanken zu “Frankfurt ist nicht Hollywood

  1. Tochter 26. Dezember 2011 / 15:57

    Sie war nicht mein Au pair-Mädchen.

  2. Carmen 26. Dezember 2011 / 18:01

    Was nur meine These bestätigt, dass man der BLÖD nix glauben darf – schöne Weihnachten noch

    wünscht Carmen

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