Wer erhält den Deutschen Buchpreis 2011?

Von meinen Favoriten hat es nur Jan Brandt auf die ofizielle shortlist für den Deutschen Buchpreis 2011 geschafft. Gestern hat er im Feuilleton Spezial der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung „Geld und wir“ erzählt, wie er seinen Roman „Gegen die Welt“ in zehn Jahren geschrieben hat, ohne Verlag und Vorauskasse.

Hier einige Pressestimmen zu seinem Debütroman:

„Gegen die Welt“ hat alle Tugenden eines altmodischen Romans: einen Ort, eine Geschichte, einen Ton, einen Konflikt und viele Figuren, die man nachher zu seinem Bekanntenkreis zählt. „Eine Idee haben heißt: Man weiß, was man erzählen will, eine Geschichte von einem Haus oder von einem Menschen auf dem Mond.“ So steht es in Elisabeth Borchers „Geschichte vom Buch“, die der Roman zitiert. Jan Brandt hat sich für den Mond entschieden. (Die Welt)

„Brandts 900-Seiten-Epos „Gegen die Welt“ ist absolut herausragend, die groß angelegte Geschichte eines jugendlichen Außenseiters, der den bösen Mächten in der miefigen Provinz nichts als seine Gutgläubigkeit entgegensetzen kann. Was zu wenig ist. Brandts mäanderndes Riesenwerk steuert direkt auf die Apokalypse zu. Die Handlungsstränge strecken und recken sich, das auftretende Personal wuchert mit seinen Lebensgeschichten: Als Leser verliert man sich gerne in dieser üppig komponierten Geschichte eines Scheiterns, weil sie nie langweilig ist.“ (Hamburger Abendblatt)

„Etwas weniger Hyperrealismus hätte dem Buch gut getan. Da gibt es zu viel Banales, zu viele Details. Doch immer wenn der Leser droht auszusteigen, entzündet Brandt ein neues Streichholz und beginnt eine neue, finstere Ecke der Dorfgemeinschaft auszuleuchten. So entsteht ein Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Dass es das 900-Seiten-Werk nun auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat, ist also keine Überraschung.“ (Deutschland Radio)

Weitere Kritiken von „Gegen die Welt“ hat Perlentaucher zusammengestellt.

Nachtrag vom 10.10.2011, 18:52 Uhr:

Eugen Ruge erhält den Deutschen Buchpreis 2011 für seinen Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“.

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