Kinder als Kunden

„Heute gibt es einen gesellschaftlichen Mainstream in der Erziehung, den ich in seiner schlimmsten Ausprägung als Gleichgültigkeits-Liberalismus bezeichnen würde und der geht quer durch alle Schichten. Seit der missverstandenen Rezeption der antiautoritären Erziehung gilt die Überzeugung: Kinder wissen schon selbst, was für sie gut ist! Das ist ziemlich bequem für die Eltern.“ (Susanne Gaschke am 28.8.11 im FAZ-Interview mit Christiane Hofmann)

Susanne Gaschke schreibt in ihrem Buch: „Die verkaufte Kindheit“, über die veränderte Kindheit in den letzten Jahrzehnten durch mehr Betreuung und weniger Freiheit. Sie zeigt dabei auf, wie Kinder von der Werbung in den Fokus genommen werden.

Ein neuer Werbemarkt ist für viele Firmen wie Nestle und Nintendo die (Grund-) Schule, oftmals durchschauen LehrerInnen deren Angebote nicht. Einen kritischen Fernsehbeitrag zum Thema hat Report Mainz im Mai gezeigt (Link zum Videobeitrag des swr).

„Ein Weg, dieses (Werbe-) Verbot zu umgehen, ist den Lehrern gesponserte Unterrichtsmaterialien anzubieten. Die sind auf den ersten Blick oft attraktiv und aufwändig gestaltet, doch bei genauerem Hinsehen halten so Werbebotschaften Einzug in die Klassenzimmer. Politisch motivierte Stiftungen und Unternehmen nehmen so massiv Einfluss auf die Lehrinhalte oder bombardieren bereits Kindergartenkinder mit Markenlogos.“ (Report Mainz)

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