Lesen

So jetzt reicht es aber erst mal mit Kommunalpolitik in diesem Blog. Es gibt Schöneres, z.B. lesen.

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung brachte am 27. März einen Artikel über das wunderbare Buch „Mahlzeit“ des Fotojournalisten Peter Menzel und seiner Frau Faith d’Aluisio. Die beiden haben Menschen überall auf der Welt gebeten, ihre Essensration eines Tages auf den Tisch zu legen. Auf der GEO-Seite finden sich viele Beispiele. (Klicke hier)

Mahlzeit – Auf 80 Tellern um die Welt“ von Peter Menzel und Faith d’Aluisio, Verlag: Frederking & Thaler, 335 Seiten, zahlreiche Farbfotos, ISBN-13: 9783894058968, ISBN-10: 389405896X, 39,90 Euro

Zur Zeit lese ich das Buch „Die hellen Tage“ der Frankfurter Autorin Zsuzsa Bánk.

Davor habe ich „Die Taschenspieler – Verraten und verkauft in Deutschland“ gelesen, in dem so unterschiedliche Themen wir Stuttgart 21, Frauenmobbing im Management, die Atomlobby und Cross-Border-Leasing behandelt werden. Mehr zum Buch und zum Herausgeber Josef-Otto Freudenreich im Blog Wassilys Weisheiten.

Sehr empfehlen kann ich auch „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten“ von Claus Leggewie und Harald Welzer, das inzwischen auch als Taschenbuch erschienen ist.

Julia Encke schreibt in ihrer Besprechung in der FAZ: „In einer endlichen Welt ist unendliches Wachstum undenkbar; dass man trotzdem denke, das ginge, zeige nur, zu welchen Illusionen unser Habitus führe, sagen die Autoren, die dafür plädieren, den theologisch aufgeladenen Wachstumsbegriff endlich zu säkularisieren, und die auch sonst dazu anhalten, mit ein paar Mythen aufzuräumen, zum Beispiel mit dem Mythos Automobilindustrie. Die größte Massenbewegung nach der Finanzkrise im September 2008 war der Ansturm auf die Showrooms der Autohäuser, um die Abwrackprämie zu kassieren, deren Erfindung sich der Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier zuschrieb und die der zuständige Ressortminister Sigmar Gabriel gegen alle Vernunft als Umweltprämie verteidigte. Wer sich an der Autoindustrie vergreife, sei nicht „nah bei den Menschen“, so Steinmeier. Man reibt sich da nachträglich noch mal die Augen. Wenn man einen Stahl- zu einem Tourismuskonzern umbauen kann (Beispiel TUI) oder einen verschlafenen Gummistiefelhersteller zu einem der führenden Handyproduzenten (Beispiel Nokia), warum kann dann die Automobilindustrie nur Autos und nichts anderes entwickeln? Und dann noch derart am Markt vorbei? Die Finanzkrise, so Welzer und Leggewie, habe verdeutlicht, auf welche Weise im Kapitalismus Individuen wie Kollektive ihre Zukunft vor der Zeit verbrauchen können. „Unsere Kinder sollen es mal schlechter haben“, scheint das rigoros praktizierte Motto zu lauten. Die Rechnung dafür werden uns die nachfolgenden Generationen später vorlegen.“

„Das Ende der Welt, wie wir sie kannten – Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie“ von Claus Leggewie und Harald Welzer, Fischer Tb. 9, 95 Euro

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