Wutbürger 3

Die normale alltägliche Politik mit ihrer Mühsal, die oft zu wenig ansehnlichen Ergebnissen führt und es jedenfalls nicht allen recht machen kann, wird den Ansprüchen der Wutbürger nie genügen. Die suchen einen „Wahr-Sager“, einen, der die Gründe für alle Übel kennt und benennt. Das können Figuren wie die Führer rechts- oder linkspopulistischer Parteien sein, die in Europa in den vergangenen Jahren aus dem Boden geschossen sind. Als Wahrsager taugt aber auch ein Buchautor wie der eher verschrobene Sarrazin, wenn er aufschreibt, was vielen Leuten auf der Seele liegt. Der am meisten gefeierte Wahrsager der vergangenen Jahre war aber zweifellos Karl-Theodor zu Guttenberg. Es gehört zum Bild, dass die Enttäuschung über seinen Rücktritt sich jetzt als Zorn gegen jene richtet, die ihm nachwiesen, dass er seine Doktorarbeit in großen Teilen abgeschrieben hatte. Der Wutbürger will nicht glauben, dass es in der Politik keine Wahrsager gibt.“ (Günther Nonnenmacher in der Frankfurter Allgemeinen vom 13.3.2011)

Meine Blogposts zu Wutbürger 1 und Wutbürger 2

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