Die 4. Revolution

Gestern habe ich den Film „Die 4. Revolution“ des Dokumentarfilmers Carl Fechner gesehen. Vorgeführt hat ihn der SPD-Ortsverein des Frankfurter Stadtteils Nieder-Erlenbach.

„Es ist der erste Film, der auf die Bedrohung durch den Klimawandel tatsächlich eine positive Antwort hat. Große Solarkraftwerke, vernetzte Windparks, Blockheizkraftwerke, Solaranlagen im ländlichen Afrika: Mit solchen Projekten könne die Menschheit innerhalb der nächsten drei Jahrzehnte ganz auf Öl, Kohle und Nuklearenergie verzichten und trotzdem prosperieren. Das wäre dann, so Fechners Ansatz, nach der industriellen, agrarwirtschaftlichen und digitalen Revolution der vierte globale technische Umbruch.

Die Idee zu Film kam Fechner 2006 während eines Gesprächs mit Hermann Scheer. Der Alternative Nobelpreisträger erzählte ihm von seinem neuen Buch „Energieautonomie“, in dem er beschreibt, wie die Welt komplett mit erneuerbaren Energien versorgt werden könne. Das klang zunächst wie die Botschaft, die das Öko-Urgestein Scheer seit 30 Jahren in die Welt trägt. Doch für Fechner war klar, dass sich etwas verändert hatte. Was lange utopisch erschien, ist heute längst technisch machbar. Entscheidend sind nur noch die Menschen, die die Technologien auch einsetzen. Wenn man diese Menschen nun rund um die Welt begleitet, ihre Leidenschaft und ihre Kämpfe zeigt – dann könnte aus dem Sachbuch ein packendes Drama entstehen.“ schreibt der Spiegel in seinem Artikel „So gut sah die Energiewende noch nie aus„.

Wer versäumt hat, den Film bereits im vergangenen Frühjahr im Kino zu sehen, sollte das unbedingt nachholen. Offenbar gibt es im Vorfeld der Kommunalwahlen viele SPD-Ortsverbände, die den Film zeigen. Mitgenommen hat mich meine Freundin Kristina, die im Nachbardorf Harheim für die SPD kandidiert. Sie schreibt auch einen Blog, der sich vor allem lokalen Themen widmet.

Wie man eine ganze Stadt in wenigen Jahren klimafreundlich umbaut, und zwar mit aktiver Unterstützung der BürgerInnen, das hat der Oberbürgermeister von Tübingen Boris Palmer (Grüne) gezeigt. Beim Neujahrsempfang der Offenbacher Grünen hat er stolz über das erfolgreiche Projekt berichtet.

Sein Buch „Eine Stadt macht blau: Politik im Klimawandel – das Tübinger Modell“ ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.

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