Zwischen den Jahren

Die Tage „zwischen den Jahren“ sind eine besondere – weil in der Regel eher unproduktive – Zeit. Ich plane dann besonders gern, und zwar alles, was sich planen (aber auch das, was sich nicht planen) lässt. Z.B. die Reisen im nächsten Jahr, ich finde, Wismar wäre ein schönes Ziel im April, im Sommer geht es in den Schwarzwald und ins Elsass. In die Ferne zieht es mich derzeit nicht. Meine Vorsätze fürs nächste Jahr sind auch unspektakulär: aufmerksamer sein, besser mit den eigenen Kräften haushalten, diese aber auch kreativ ausschöpfen, sich wehren gegen unangemessene Ansprüche von Anderen. Freundlicher sein.

Welche Bücher will ich 2011 lesen:

Bis zur Kommunalwahl im März noch ein paar politische Sachbücher, ich habe gerade Schäfer-Gümbels „Gerecht denken – lokal handeln“ angefangen, aber die Beiträge seiner sozialdemokratischen Kollegen sind doch arg dröge – ich bin geneigt, Markus Wehner von der FAZ zuzustimmen, der glaubt, die SPD drohe zur Partei der Langweiler zu werden. (Nachtrag: Das sehe ich nach der Lektüre aber differenzierter, siehe Blog-Beitrag vom 6.2.2011)

Mein nächster Roman wird „Skippy stirbt“ sein – habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass ich Kunstmann für einen der besten deutschen Verlage halte?

Ich freue mich außerdem darauf, die Tagebücher von Raddatz zu verreißen, allein seine Grass-Verehrung weckt meine Lust dazu.

Ich muss natürlich Freiheit von Franzen lesen, aber diesen Roman hebe ich mir noch ein bisschen auf – er hat exklusive Zuwendung verdient.

Außerdem: Orhan Pamuk, Andreas Maier und (auch anlässlich der Verfilmung von „Die Wand“) Marlen Haushofer. Gelegentlich in Laotse blättern kann auch nicht schaden.

So jetzt wünsche ich Euch einen guten Rutsch und ein schönes neues Jahr. Und denkt immer dran: Das Leben ist zu kurz für langweilige Bücher und schlechten Wein.

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2 Gedanken zu “Zwischen den Jahren

  1. Karthause 6. Januar 2011 / 22:49

    Ich bin zwar etwas spät dran, das Ende des alten und der Beginn des neuen Jahres sind bei mir immer sehr arbeitsreich, trotzdem wünsche ich dir für 2011 alles Gute. Den Franzen habe ich auch auf dem Leseplan, aber zuerst muss ich seine „Korrekturen“ vom elenden SuB-Dasein befreien.

    „Das Leben ist zu kurz für langweilige Bücher und schlechten Wein.“
    Wirklich klasse, das muss ich mir merken. 🙂

    LG Heike

  2. Carmen 7. Januar 2011 / 09:28

    Dir auch alles Gute für 2011. Ich beneide dich darum, dass du die „Korrekturen“ noch vor dir hast.

    LG Carmen

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