Matthias Altenburg „Landschaft mit Wölfen“

Der Roman erzählt eine Woche aus dem Leben von Neuhaus. Wir sind in Frankfurt, es sind die Neunziger des letzten Jahrhunderts. Neuhaus stromert durch die Stadt. Er ist mies drauf, nicht nur weil seine Freundin ihn verlassen hat. Er will nicht so leben wie die anderen, aber einen Plan für ein anderes Leben hat er auch nicht. (Hier eine Leseprobe)

Wenn ich mich recht erinnere, waren wir damals alle so ähnlich drauf. Wir wollten auf gar keinen Fall dazugehören, Karriere, Familiengründung, ein Häuschen im Grünen, das war alles Spießerkram. Das Leben spielte sich tagsüber auf der Berger Straße ab, abends gings in die Weinstube, wo von der letzten Psychoanalyse-Stunde erzählt wurde. Danach ins Größenwahn, zur Molly oder in den Jazzkeller.

Der Roman ist vor dreizehn Jahren erschienen, vieles hat sich verändert in Frankfurt. An einiges habe ich mich wieder erinnert bei der Lektüre, denn Matthias Altenburg lässt seinen Protagonisten durch meine Stadt gehen, in meine Kneipen, Parks, Supermärkte und Wasserhäuschen.

Matthias Altenburg veröffentlicht heute sehr erfolgreich unter dem Pseudonym Jan Seghers.

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