„Wenn man dran glaubt…“

„Bei mir wirkt das nicht“, sage ich immer, wenn eine Freundin – und jetzt auch immer häufiger die Apothekerin – mir Schüssler Salze oder Globuli aufschwätzen will. Obwohl ich auch nicht an Akupunktur glaube (ich kenne einen Arzt, der zugibt „Es ist egal, wohin ich steche, manchen Patienten hilfts“), habe ich mich vor einigen Jahren wegen Kopfschmerzen „pieksen“ lassen. Es hat mich viel Geld gekostet und natürlich nichts gebracht. Ich bin einfach zu altmodisch, bei mir wirken gute Worte, Physiotherapie und neue Herausforderungen, z.B. Schreiben eines Blogs, ein neuer Job….

Was der Volksmund schon längst weiß, hat nun auch die Wissenschaft nachgewiesen: „Placebos wirken immer dann am besten, wenn nicht nur der Patient, sondern auch der Therapeut an deren Heilkraft glaubt – auch und gerade bei der Anwendung homöopathischer Heilmittel.“

Die Ergebnisse der Studie sind in einem heute in der Frankfurter Rundschau erschienen Artikel nachzulesen. Der Autor des Artikels Johann Caspar Rüegg ist emeritierter Professor für Physiologie. Er arbeitete an den Universitäten Cambridge, Oxford, und Heidelberg. Sein Buch „Gehirn, Psyche und Körper“ (Schattauer, Stuttgart 2011, ca. 37 Euro) beschäftigt sich in der demnächst erscheinenden 5. Auflage mit einer neurobiologisch fundierten Psychosomatik.

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