Kristof Magnusson: Das war ich nicht

Dieses Buch hat mir großen Spaß gemacht. Ein amerikanischer Starautor, der den versprochenen Jahrhundert-Roman nicht liefern kann, seine deutsche Übersetzerin, die gerade aus ihrem adretten Leben geflüchtet ist und dringend das Geld braucht, das ihr die Übersetzung des Manuskripts einbringen würde und ein junger, übermüdeter Investment-Banker, der mit seinen waghalsigen, aber uneigennützigen Spekulationen die Finanzkrise auslöst, das sind die Figuren in Kristof Magnussons rasantem Roman „Das war ich nicht“.

Wie er zu diesem Thema fand, wollte die FAZ in einem Interview von Magnusson wissen?

„Ich stand auch schon mal in einer Bankfiliale, vor mir eine 75 Jahre alte Rentnerin und ein Berater, der ihr Zertifikate aufschwätzte“, berichtet er. Er habe bewusst in diese ihm fremde Finanzwelt eintauchen wollen. Zur Vorbereitung habe er viel gelesen, über die Fehlspekulationen des Société-Générale-Händlers Jérôme Kerviel zum Beispiel, und über Nick Leeson, der die Barings Bank in den Ruin trieb.“

Das Ergebnis ist aber weniger investigativ als vielmehr schelmisch. Ein Happy End gibt es auch – nicht für die globale Finanzwelt, aber für unsere drei liebenswerten Protagonisten. Dieses intelligente und witzige Buch (Kunstmann Verlag, 19,90 Euro) ist zu Recht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis gelandet.

Mehr zum Buch in der FAZ und bei Karthause.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s