Lieblingsbücher

Welches ist Ihr Lieblingsbuch, wollte das Goethe-Institut wissen und hat hierzu einen Wettbewerb ausgelobt. Das Ergebnis der 4.000 eingereichten Beiträge bestärkt mich in meinem Glauben an das deutsche Lesepublikum.

Die Top 10 der meistgenannten Titel:

1. Michael Ende: Die unendliche Geschichte
2. Bernhard Schlink: Der Vorleser
3. Otfried Preußler: Krabat
4. Thomas Mann: Buddenbrooks
5. Patrick Süßkind: Das Parfüm
6. Michael Ende: Momo
7. Johann Wolfgang von Goethe: Faust
8. Marlen Haushofer: Die Wand
9. Hermann Hesse: Siddhartha
10. Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues

Wer hat es mehr verdient als der wunderbare Michael Ende gleich zweimal auf der Liste zu erscheinen? Am meisten aber freut mich der 8. Platz: Marlen Haushofer, vom Feuilleton missachtet, vom Publikum geliebt. „Die Wand“ erschien erstmals 1963 im Mohn Verlag, in Deutschland wurde der Roman aber erst in den 80er Jahren einem größeren Publikum bekannt, als die Taschenbuchausgabe erschien.

Wer „Die Wand“ gelesen hat, hat die monumentale Einsamkeit der Protagonistin, ihren Überlebenswillen und ihr Einverständnis mit der Natur nicht vergessen können. „Die Wand“ ist der Nachruf einer letzten Überlebenden.

Aber auch die anderen Bücher Haushofers haben es verdient, wieder gelesen zu werden. Daniela Strigl hat eine Biographie über Marlen Haushofer (Claasen Verlag, 2000) verfasst, allerdings habe ich mich oft über Strigls Interpretationen geärgert.

Wikipedia schreibt, dass derzeit an einer Verfilmung des Romans durch den österreichischen Regisseur Julian Pölsler gearbeitet wird, Martina Gedeck spielt die Hauptrolle. Der Film soll Ende 2011 ins Kino kommen.

Advertisements

2 Gedanken zu “Lieblingsbücher

  1. LOB 3. Oktober 2012 / 23:12

    Komische Liste, sorry – da würde ich doch Klassen unterscheiden, was ist mit Thomas Bernhard, Brecht, Dürrenmatt, Rilke, Hölderlin, Frisch etc.. Ende okay ist gut, aber, ich hätte da gerne eine Differenzierung gesehen, Lyrik, Dramen etc. Was ist mit Cornelia Funke – Drachenreiter usw. Was mit Jelinek & Müller? usw. Nicht alles wo Goethe drauf steht, ist wegweisend – oder?

  2. Carmen 4. Oktober 2012 / 06:33

    LOB, das war eine freie Befragung des Goethe-Instituts nach den Lieblingsbüchern der Leute und sie durften völlig frei antworten. Kein Deutschlehrer stand hinter ihnen und forderte korrekte Antworten. Ich finde das Ergebnis erstaunlich und toll.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s