Roland Koch – ein Profi geht!

Respekt! Sein Rücktritt zeigt noch einmal, was für ein glänzender Stratege Koch ist. Perfekt vorbereitet (fast wörtlich mit einem Satz begründet, den ich hier kürzlich schrieb („Mein Berufsleben ist geprägt vom Versuch, die Balance zwischen Engagement und Unabhängigkeit zu halten“) und über lange Monate geheim gehalten, hinterlässt sein in einer Pressekonferenz erklärter Rücktritt den Eindruck eines starken, selbstgewissen Mannes.

Denn so verhält sich ein Profi: Für schlechte Wahlergebnisse gerade stehen, gelassen zusehen, wie die Konkurrenz ihre Chance auf die Macht vergeigt, im Amt bleiben, bis der Weggang nicht mehr wie eine Flucht aussieht.

Dass Roland Koch ganz aus der Politik verschwindet, kann ich noch nicht glauben, aber was er heute abgeliefert hat war grandios. Die Äußerungen der Opposition zum Rücktritt sind allesamt vorhersehbar und unoriginell. Wen interessieren jetzt Argumente und politische Schuldzuweisungen, wo einer, der wirkliche Macht hat, verzichtet. Ob die Demut und Bescheidenheit, die den Ton seiner Erklärung ausmacht, von ihm empfunden ist, spielt keine Rolle, die Geste war außergewöhnlich und wird uns allen in Erinnerung bleiben.

„Lieblingsrolle Bösewicht“: Artikel am Tag danach in der taz.

Aber damit wir angesichts der „Koch-Show“ nicht vergessen, für welche Politik Roland Koch steht, ein Link zu einem sehr guten Artikel von Wolf Wetzel.

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