Richterin Michaela Kilian-Bock: Kein Schaden durch Missbrauch

Da ist mir doch das Frühstücksei im Hals stecken geblieben. Trotz 70-fachem Missbrauch an zwei neun und zwölf Jahre alten Mädchen hat die Richterin Michaela Kilian-Bock vom Landgericht Fulda ein mildes Urteil gefällt: zwei Jahre Jugendstrafe auf Bewährung für den Täter.

In der Fuldaer Zeitung wird die Richterin mit den Worten zitiert: „Im Gegensatz zu anderen Fällen haben wir keine schweren Schäden bei den Kindern feststellen können, keine Abwehrhaltung. Ich hätte die Tür verrammelt“, erläuterte Kilian-Bock.

Das ist eine ganz eigenartige Argumentation einer Richterin. Sie, eine erwachsene, selbstbewusste, gebildete Frau hätte die Tür verrammelt – und weil zwei Kinder sich nicht so verhalten haben, kommt der Täter billig davon?

Ein klarer Fall von Bagatellisierung, sagt das neu gegründete Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt

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